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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
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12 Am 1. Sonntage in der Fasten.

alles vollendet werden, das geschrie⸗ ben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird über⸗ antwortet werden den Heiden, und er wird verspottet, und geschmaͤhet und verspeiet werden. Und sie wer⸗ der ihn geisseln und toͤdten, und am dritten Tage wird er wieder auserste⸗ hen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wusten nicht, was da gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, und bettelte. Da er aber hörete das Volk, das durchhin gieng, forschete er, was das waͤre? Da ver⸗ kuͤndigten sie ihm, Jesus von Naza⸗ reth gienge voruͤber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn David, erbarme dich mein! Die aber vorne an giengen, bedraͤueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie vielmehr: Du Sohn David, erbarme dich mein. Jesus aber stand stille, und hieß ihn zu sich fuͤhren. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn, und sprach: Was willt du, daß ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen moͤge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend, dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend, folgete ihm nach, und preisete Gott; und alles Volk, das solches sahe, lobete Gott.

Epistel, 1Cor. 13, v. 1⸗13.

W'n ich mit Menschen⸗ und mit

Engelzungen redete, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤr ich ein toͤnend Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen koͤnnte, und wuͤste alle Geheimnisse und alle Er⸗ kenntniß, und haͤtte allen Glauben, also, daß ich Berge versetzte, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gaͤbe, und ließe meinen Leib brennen, und haͤtte der Liebe nicht, so waͤre mir nichts nuͤtze. Die Liebe ist langmuͤthig und freund⸗ lich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blaͤhet

sich nicht, sie stellet sich nicht ungeber⸗

dig, sie suchet nicht das ihre, su laͤsset sich nicht erbittern, sie trachte nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freun sich aber der Wahrheit. Sie ver⸗ traͤget alles, sie glaubet alles, si hoffet alles, sie duldet alles. Di Liebe hoͤrt nimmer auf, so doch di⸗ Weissagungen aufhoͤren werden, und die Sprachen aufhoͤren werden, un das Erkenntniß aufhoͤren wird. Denmn unser Wissen ist Stuͤckwerk, und unser Weissagen ist Stuͤckwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, s wird das Stückwerk aufhoͤren. Du ich ein Kind war, da redete ich ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschlaͤge; da ih aber ein Mann ward, that ich ab, was kindisch war. Wir sehen jeht durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stüch weise, dann aber werde ich es en kennen, gleich wie ich erkennet bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe is die groͤßeste unter ihnen.

Evangel. am 1. Sonntage in der Fasten(Invocavit), Matth. 4, v. 1 7 11.

De ward Jesus vom Geist in gi Wuͤste gefuͤhret, auf daß E von dem Teufel versucht wuͤrde. ud da er vierzig Tage und vierzig Naͤchn gefastet hatte, hungerte ihn. und der Versucher trat zu ihm und sprach Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und a antwortete und sprach: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebet nicht vom Brod allein, sondern von einen jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da fuͤhrte ihn du Teufel mit sich in die heilige Staht, und stellte ihn auf die Zinne dis Tempels. Und sprach zu ihm: B du Gottes Sohn, so laß dich hinahz denn es stehet geschrieben: Er wun seinen Engeln uͤber dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Hin