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esticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind, die das Wort hoͤren und behalten in enem feinen guten Herzen, und hringen Frucht in Geduld.
Epistel, 2 Cor. 11, v. 19 bis
Cap. 12, v. 9.
enn ihr vertraget gerne die
Narren, dieweil ihr klug seyd. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten machet, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmt, so tuch jemand trotzet, so euch jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als waͤren wir scwach worden. Worauf nun je⸗ nand kuͤhn ist(ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch kuͤhn. Sie sind Ebräer, ich auch. Sie sind Israe⸗ liten, ich auch. Sie sind Abrahams Gamen, ich auch. Sie sind Diener Christi(ich rede thoͤrlich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin äster gefangen, oft in Todesnoͤthen gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche, weniger eins. Ich bin dreimal ge⸗ saͤpet, einmal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe(des Meeres). Ich habe oft gereiset, ich bin in Faͤhrlichkeit ge⸗ wesen zu Wasser, in Faͤhrlichkeit unter den Moͤrdern, in Faͤhrlichkeit unter den Juden, in Faͤhrlichkeit unter den Heiden, in Faͤhrlichkeit in den Staͤdten, in Faͤhrlichkeit in der Wuͤ⸗ sten, in Faͤhrlichkeit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter den falschen Bruͤdern, in Muͤh und Arbeit, in viel Vachen, in Hunger und Durst, in diel Fasten, in Frost und Bloͤße. Ohne was sich sonst zutraͤget, naͤm⸗ lich, daß ich taͤglich werde angelaufen, und trage Sorge fuͤr alle Gemeinen. Ver ist schwach, und ich werde nicht shwach? Wer wird geaͤrgert und ich krenne nicht? So ich mich je ruͤhmen hol, so will ich mich meiner Schwach⸗ heit ruͤhmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher
Am Sonntage Quinquagefimaͤ.
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sei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht luͤge. Zu Damasco, der Landpfleger des Koͤnigs Areta ver⸗ wahrete die Stadt der Damascaͤer, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Haͤnden. Es ist mir ja das Ruͤhmen nichts nuͤtze, doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vier⸗ zehn Jahren(ist er in dem Leibe ge⸗ wesen, so weiß ichs nicht, oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht, Gott weiß es), derselbe ward entzuͤckt bis in den dritten Him⸗ mel. Und ich kenne denselbigen Men⸗ schen(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht, Gott weiß es). Er ward entzücket in das Paradies, und höͤrete unaus⸗ sprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Davon will ich mich ruͤhmen, von mir selbst aber will ich mich nichts ruͤhmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich ruͤh⸗ men wollte, thaͤte ich darum nicht thoͤr⸗ lich, denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nicht jemand mich hoͤher achte, denn er an mir siehet, oder von mir hoͤret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung uͤberhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, naͤmlich des Satans Engel, der mich mit Faͤusten schlage, auf daß ich mich nicht uͤberhebe; dafuͤr ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genuͤgen, denn meine Kraft ist in den Schwachen maͤchtig. Darum will ich mich am allerliebsten ruͤhmen meiner Schwach⸗ heit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne.
Evangelium am Sonntage Quinquagesimaͤ,
Luc. 18, v. 31 ⸗43. Fesus nahm zu sich die Zwoͤlfe, und sprach zu ihnen: Sehet wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird


