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Im 5. Sonnt. nach Epiphaniaͤ Am Sonnt. Septuagefimaͤ. 9
dräuete den Wind und das Meer, da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Bas ist das fuͤr ein Mann, daß ihm Pind und Meer gehorsam ist?
Epistel, Roͤm. 13, v. 8⸗10.
Sed niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfuͤllet.
Denn das da
gesagt ist: Du sollt nicht ehebrechen;
Du sollt nicht tödten, du sollt nicht sehlen: Du sollt nicht falsch Zeugniß geben, dich soll nichts geluͤsten, und ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sllt deinen Nächsten lieben als dich sbst. Die Liebe thut dem Naͤch⸗ sen nichts Boͤses. So ist nun die lube des Gesetzes Erfuͤllung.
Ebangel. am 5. Sonntage nach Epiphaniaͤ, Matth. 13, v. 24⸗30.
Er legte ihnen ein ander Gleich⸗ niß vor, und sprach: Das Him⸗ melreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker shete. Da aber die Leute schliefen, hUm sein Feind, und saͤete Unkraut zvischen den Weizen, und gieng davon. Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Haus⸗ vater, und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesäet? Woher hat er denn das Un⸗ kraut? er sprach zu ihnen: Das hat der Feind gethan. Da sprachen die Knechte: Willt du denn, daß wir hingehen, und es ausjaͤten? Er sprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjaͤtet. Lasset
heides mit einander wachsen, bis zu der Erndte, und um die Erndtezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Buͤndlein, daß man es berbrenne, aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern.
Epistel, Col. 3, v. 12⸗17.
Sẽ ziehet nun an als die Auser⸗
waͤhlten Gottes, Heilige und Ge⸗ liebte, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Demuth, Sanftmuth, Ge⸗ duld, und vertraget einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern, gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr; über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seyd in einem Leibe, und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit, lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesaͤngen, und geistlichen lieb⸗ lichen Liedern, und singet dem Herrn in euren Herzen. Und alles, was ihr thut, mit Worten, oder mit Werken, das thut alles in dem Na⸗ men des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn.
Evangelium am Sonntage Septuagesimaͤ.
Matth. 20, v. 1⸗16. Dꝰ Himmelreich ist gleich einem
Hausvater, der am Morgen ausgieng, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und gieng aus um die dritte Stunde, und sah andere an dem Markte muͤssig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben, was recht ist; und sie giengen hin. Abermal gieng er aus um die sechste und neunte Stunde, und that gleich also. Um die eilfte Stunde aber gieng er aus, und fand andere muͤssig stehen, und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag muͤssig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den
Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. Da es nun Abend


