Geleitwort des Bischofs
Liebe Diözesanen!
Ein neues„Ave Maria“ wird in eure Hand gelegt. Die besondere Zeitennot machte den Neudruck er- forderlich, da in Würzburgs furchtbarer Katastrophe vom 16. März 1945 Noten- und Schriftsatz vernichtet wurde. Die Pflicht, der Weiterentwicklung im Beten der Kirche gerecht zu werden, gab dem ehrwürdigen Buch eine in manchem veränderte Gestalt.
In der Mitte unseres Lebens und Betens steht Christus der Gekreuzigte, der im heiligen Meßopfer und in den Sakramenten der Kirche sein Erlösungs- werk fortsetzt. Beachtet drum besonders den Teil des Buches, der überschrieben ist:„Quellen des Le- bens.“
Ihr mögt in innigem Glauben erfassen, daß ihr durch die Taufe aus Gott geboren seid und in den übrigen Sakramenten lebenspendende Begegnung mit eurem Erlöser habt. Empfangt vor allem mit einem tiefen Bußernst und echten Bekehrungs- willen das heilige Bußsakrament. Eure größte Liebe und innigste Sebnsucht aber gehöre dem Herrn in seinem Opfer und Opfermahl.
Das Ave Maria sei das Band, das eure betende Gemeinschaft umschließt. Deshalb wurde auf die Verbesserung und Bereicherung der gemeinsamen Andachten besonders geachtet. Auch euer Singen sei gemeinsames Gebet. Gerade unser fränkisches Volk ist so sangesfreudig. Aber laßt den Gesang wirklich ein Herzensgebet sein und müht euch um ein innerliches Singen. Nehmet manchmal ein Lied


