Geleitwort des Bischofs
VI
her und betet es still für euch durch. Müht euch um ein gutes Singen und werdet nicht ungeduldig, wenn eure Seelsorger die neuen Lieder einüben oder euch einführen in die verbesserten Melodien der altvertrauten Lieder. Die Choralweisen des Ge- sangbuches seien nicht ungenützte Seiten, sondern in eurer wachsenden Liebe zur Liturgie der Kirche wWwerdet ihr auch den Choral liebgewinnen.
Noch ein ernstes Anliegen muß ich in diesem Vor- wort aussprechen. Unsere Zeit ist gebetsmüde und gebetsunkundig. Wir müssen stil) für uns und in unseren Familien mehr und lebendiger beten. Da soll euch unser„Ave Maria“ eine tägliche Hilfe sein. Der Gebetsschatz wurde deshalb bewußt bereichert, gerade auch in den Gebeten, die den Tageslauf des Christen umrahmen und durchdringen. An die 40 Psalmen wurden hineingenommen. Gerade diese kernigen, lebensnahen Gebete der Heiligen Schrift möchte ich euch besonders empfehlen. Noch einmal: Betet Brüder!
Ihr, meine lieben Hochwürdigen Mitbrüder, macht die Anliegen des Bischofs zu den euren und er- schließt unser Gesangbuch mit unermüdlicher Liebe dem katholischen Volk.
Maria, die Frankenberzogin, deren Namen das Gebet- und Gesangbuch der Diôzese Würzburg trägt, sei euch allen Mittlerin zu Christus in dem heiligen Gotteswerk der Liturgie, in eurem Beten und Singen.
Oberzell b. Würzburg, am Fest des hl. Kilian 1949
Nuliuß, Bischof von Würzburg


