Verzeichnis der Liederdichter
zu den pietistischen Privaterbauungsstunden, zuletzt aus der Kirche ausgeschieden, gest. 1690.— 401.
Gotthard Schuster, geb. 1673 in Langenhessen bei Zwickau, starb 1761 als Archidiakonus in Zwickau.— 528.
Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, geb. 1637 auf der Heidecksburg bei Rudolstadt, Gemahlin des Grafen Albert Anton von Schwarzb.-R., im Verkehr mit dem Dichter Ahasverus Fritsch, gest 1706.— 33. 423. 523.
Ludämilie Elisabeth Gräfin von Schwarzburg⸗Rudol⸗ stadt, geb. 1640 auf der Heidecksburg als zweite Tochter des Grafen Ludwig Günter. Sie war eine Schwägerin der Gräfin Amilie Juliane und war auch im Lateinischen wohlbewan⸗ dert. Sie hat über 200, meist Jesuslieder, gedichtet; gest. 1672, kurz nachdem sie sich mit ihrem Vetter verlobt hatte.— 245.276.
„Johann Christoph Schwedler, geb. 1672 in Krobsdorf bei Friedeberg a. Qu., Pastor in Niederwiesa bei Greiffenberg, stand in Verbindung mit der Brüdergemeine, von Zinzen⸗ dorf hochgeschätzt, gest. 1730.— 82.
*Hans von Schweinitz, geb. 1645 in Crayn bei Liegnitz, studierte in Straßburg, Leyden, Paris, machte große Reisen, besonders durch Italien, Landesältester im Görlitzer Sacht zog sich 1708 in die Stille zurück, gest.1722 in Leuba(Sächs. Oberlausitz).— 545.
Christian Scriver, geb. 1629 in Rendsburg, Pastor in Sten⸗ dal, Magdeburg und Quedlinburg, Verfasser des„Seelen⸗ schatzes“, gest. 1693.— 205. 466.
Nikolaus Selnecker, geb. 1530 in Hersbruck bei Nürnberg,‚ ein Schüler Melanchthons, ein angesehener, aber auch viel angefeindeter Theologe der lutherischen Kirche. Aus Leipzig, wohin er als Superintendent berufen war, durch Kanzler Crell vertrieben, kehrte er nach dessen Tode dahin zurückz da⸗ selbst gest. 1592.— 153. 194. 362.
*Elisabeth von Senitz, geb. 1629 in Rankau Kr. Nimptsch, einige Zeit am Hofe von Brieg und Ols, dann in stiller Zurückgezogenheit, gest. 1679.— 70.
Justus Sieber, geb. 1628 in Eimbeck in Hannover, starb 1695 als Pastor in Schandau(Sachsen).— 220.
Johann Siegfried, geb. 1564, gest. 1637 als Superintendent in Schleiz.— 503.
Paul Speratus, geb. 1484 in Schwaben, kam nach vielen Verfolgungen in Würzburg, Salzburg, Wien und Wfall, zu Luther nach Wittenberg, der ihn nach Königsberg emp ahl, gest. 1551 in Marienwerder als Bischof von Pomesanien; sein Lied vom Glauben schon 1523 veröffentlicht.— 261.
Philipp Spitta, geb. 1801 in Hannover, aus einer fran⸗ zösischen Familie, an verschiedenen Orten in Hannover Pastor, zuletzt Superintendent in Burgdorf, daselbst gest. 1859. Der Verfasser der in immer neuen Ausgaben weit verbreiteten Liedersammlung„Psalter und Harfe“, gehört er zu den bekanntesten und um der Herzli keit und Klar⸗
heit des Tones seiner Lieder willen am meisten geschätzten
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