Verzeichnis der Liederdichter
Sängern des vorigen Jahrhunderts.— 99. 123. 168. 201. 295. 297. 408. 410. 577. 585.
Johann Jakob Spreng, geb. 1699 in Basel, seit 1743 Professor und Pastor daselbst, gest. 1768.— 203.
Josua Stegmann, geb. 1588 in Sulzfeld bei Meiningen, Pro⸗ fessor der Theologie in Rinteln(Pr. Hessen) und Ephorus der Grafschaft Schaumburg, nach dem Restitutionsedikt durch Benediktinermönche zu Tode gekränkt, gest. 1632.— 140.
Ewald Rudolf Stier, geb. 1800 in Fraustadt; eine Lehrer⸗ stelle in Basel gab er wegen Kränklichkeit auf, wurde Pastor in Frankleben bei Merseburg, darauf in Wichlinghausen bei Barmen, legte 1847 e5 Amt nieder, trat 3 Jahre später wieder in das kirchliche Amt ein, zuletzt Superintendent in Eisleben; geistvoller theologischer Schriftausleger, gest. 1862.
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Gerhard Stip, geb. 1809 in Norden, bedeutender Hymno⸗ loge, der sich um Herstellung der originalen Liederterte sehr gemüht hat, starb in Potsdam 1882.— 448.
Heinrich Stockfleth, geb. 1643 in Alfeld bei Hildesheim, Generalsuperintendent in Münchberg(Oberfranken) und Gymnasialdirektor in Bayreuth, Mitglied des Nürnberger Dichterordens, Herausgeber eines Reformgesangbuchs mit Textveränderungen, gest. 1708.— 387.
Julins Sturm, geb. 1816 in Köstritz(Fürstentum Reuß), zuerst Pastor in Göschitz bei Schleiz, seit 1857 in Köstritz, zum Dichten angeregt durch„Des Knaben Wunderhorn“; die ersten Gedichte erschienen 1850;. gest. 1896. Seine „Frommen Lieder“, in schweren Prüfungen aus einem Goltin voll Gottergebenheit stammend, atmen herzliche
ottinnigkeit.— 145. 198. 432.
Gerhard Tersteegen, geb. 1697 in Mörs(Rheinprovinz), größter Dichter der reformierten Kirche; von dem Kauf⸗ mannsberuf abgehend, führte er als Bandweber in Mül⸗ heim a. d. Ruhr ein einsiedlerisches Leben, mystischer Be⸗ schaulichkeit ergeben, aus der seine Lieder und Erbauungs⸗ schriften heruohingen; er hielt auch Erbauungsstunden, durch die er die Leute der Kirche zuführen wollte; gest. 1769. Seine Lieder gelten der Anbetung Gottes und der brüder⸗ lichen Gemeinschaft der Gläubigen in der Einheit des Geistes. Gehört er auch zu den Mystikern, ist seine Sprache doch klar, natürlich und wohllautend.— 24. 110. 120. 142. 147. 155. 252. 315. 319. 477. 578.
*Adam Thebesius, geb. 1596 in Seiffersdorf, Kr. Liegnitz, 1619 Pastor in Mondschütz, 1627 in Wohlau, 1639 an Peter Paul in Liegnitz, als Prediger berühmt durch eine zneue, anmutige und erbauliche Art, daß er die lateinischen Termini durch deutsche ersetzte und alles logisch klar und genau einteilte“, ein großer Freund der Kirchenlieder und des selbst fleißig geübten häuslichen Singens, 1638 mit dem Dichterlorbeer gekrönt; er starb 1652.— 57.
Valentin Thilo, geb. 1607 in Königsberg, Professor der
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