Mel. Nun laßt uns gehn und treten/ mit Singen und mit Beten/
„Dies ist die Nacht, da mir erschienen/ des großen Gottes
Freundlichkeit;/ das Kind, dem alle Engel dienen,/ bringt Licht in meine Dunkelheit;/ und dieses Welt- und Himmels⸗ licht/ weicht hunderttausend Sonnen nicht.
„Laß dich erleuchten, meine Seele, 7 versäume nicht den
Gnadenschein; /der Glanz in dieser kleinen Höhle/ streckt sich in alle Welt hinein; /er treibet weg der Höllen Macht, /⸗ der Sünden und des Kreuzes Nacht.
„In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren
Seligkeit;/ wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, 7 wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein Himmel und dein Alles sein.
„Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens- und dein
Liebeslicht;/ mit Gott mußt du es treulich meinen,/ sonst hilft dir diese Sonne nicht;/ willst du genießen diesen Schein,/ so darfst du nicht mehr dunkel sein.
„Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne,/ bestrahle mich mit
deiner Gunst;/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ und lehre mich die Weihnachtskunst,‚/ wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.
Kaspar Friedrich Nachtenhöfer
: Nun laßt uns Gott dem Herren.
zum Herrn, der unserm Leben /bis hierher Kraft gegeben.
„Wir gehn dahin und wandern„ von einem Jahr zum
andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen,


