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durch so viel Angst und Plagen,/ durch Zittern und durch
Zagen,/ durch Krieg und große Schrecken,/ die alle Welt bedecken.
„Denn wie von treuen Müttern /in schweren Ungewittern/
die Kindlein hier auf Erden /mit Fleiß bewahret werden,
also auch und nicht minder /läßt Gott ihm seine Kinder,/
wenn Not und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen.
Ach Hüter unsres Lebens, /fürwahr, es ist vergebens /mit unserm Tun und Machen, /wo nicht dein Augen wachen.
„Gelobt sei deine Treue,/ die alle Morgen neue,/ Lob sei
den starken Händen,/ die alles Herzleid wenden.
Laß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten/ in
unserm Kreuz und Leiden /ein Brunnen unsrer Freuden.
„Gib mir und allen denen,/ die sich von Herzen sehnen/
nach dir und deiner Hulde, /ein Herz, das sich gedulde.
Schleuß zu die Jammerpforten/ und laß an allen Orten/ auf so viel Blutvergießen /die Freudenströme fließen.
„Sprich deinen milden Segen /zu allen unsren Wegen,/
laß Großen und auch Kleinen /die Gnadensonne scheinen.
„Sei der Verlaßnen Vater,/ der Irrenden Berater,/ der
Unversorgten Gabe,/ der Armen Gut und Habe.
„Hilf gnädig allen Kranken, /gib fröhliche Gedanken/ den
hochbetrübten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen,
und endlich, was-das meiste,/ füll uns mit deinem Geiste,/
der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe.
„Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben,/ mir
und der Christen Schare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt


