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Episteln
euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anzie⸗ hen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an. Sie säen nicht, sie ärndten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Li⸗ lien auf dem Felde, wie sie wachsen, sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als der⸗ selben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleingläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und
sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? ö
Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem Allem trach⸗ ten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das Alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches
Alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es
ist genug, daß ein jeder Tag seine eigene Plage habe.
Am XVI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel: Epheser 3, v. 13 21. ieben Brüder, darum bitte ich, daß ihr nicht müde wer⸗
det um meiner Trübsale willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derohalben beuge ich meine Kniee
gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte
Vater ist über Alles, was da Kinder heißet im Himmel und
auf Erden, daß er euch Kraft gebe, nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem
inwendigen Menschen, undiChristum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewur⸗ zelt und gegründet zu werden: auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Län⸗ ge,
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