Episteln
Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer gewor⸗ fen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht Alle, die zu mir sagen: Herr! Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden Viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr! Herr! haben wir nicht in deinem Namen geweissaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in dei⸗ nem Namen viel Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt: weichet Alle von mir, ihr Uebelthäter.
Am IX. Sonntage nach Trinitatis. Epistel: 1. Kor. 10, v. 6⸗13.
Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns
nicht gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelü⸗ stet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie jener Etliche wurden, als geschrieben stehet: das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie Etliche unter jenen Hurerei trieben und fielen auf einen Tag drei und zwanzig tausend. Lasset uns aber auch Christum nicht ver⸗ suchen, wie Etliche von jenen ihn versuchten und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleich— wie jener Etliche murrten und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vor⸗ bilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnnng, auf welche das Ende der Welt gekommen ist. Darum wer sich läͤs⸗ set dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung be— treten. Aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versu⸗ chen über euer Vermögen, sondern macht, daß die Ver⸗ suchung so ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen.
Evangelium: Luk. 16, v. 1⸗9.
Eꝰ war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berichtiget, als hätte er 20ͤuter üter


