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Gesang- und Gebetbuch für die Erzdiözese Cöln
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604 Kurze Betrachtungen auf alle Tage d. Monates.

Wehe der Seele, die in der Hoffnung, etwas Besseres zu finden, sich von dir entfernt. Hl. Augustinus.

12. Von der Buße.

1. Tuei Buße und glaubet an das Evange⸗ lium, sagte unser Erlöser. Er vereinigt diese beiden Dinge, um uns zu zeigen, daß die Strenge der Buße unzertrennbar ist von dem Bekennt⸗ nisse des Christentums. Während seines irdischen Lebens ist er ein büßender Gott gewesen, nur bestrebt, unsere Sünden zu büßen und so der Gerechtigkeit seines Vaters genug zu thun. Wenn der Heiligste der Heiligen fastete, weinte usw., was müssen dann schuldbeladene Sünder thun?

2. Die Sünde muß notwendig bestraft werden, entweder von dem, der sie begangen hat, oder von dem, gegen welchen sie begangen worden. Wenn die Sünder sich nicht selbst strafen in der Zeit, wird die göttliche Gerechtigkeit sie strafen während der ganzen Ewigkeit. Die Verbrechen, welche nicht durch Tränen der Buße getilgt sind, werden durch die Flammen der Hölle ge⸗ straft werden. Ist es nicht besser, einige Tage zu weinen, als ewig zu brennen?

3. Um sich mit Gott auszusöhnen, genügt es nicht, zu den Füßen des Priesters sich nieder⸗ zuwerfen, das Haupt mit Asche zu bestreuen und den Leib zu geißeln. Wenn du nicht einen aufrichtigen Schmerz über deine Sünden hast, nicht von ganzem Herzen dieser sündhaften Nei⸗ gung, diesem ungerechten Gewinne usw. ent agst, so bist du ein Betrüger und kein Büßer. Gebet, Almosen, Fasten, Abtötung des Fleisches sind