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unseren heiligen Schriften wird gar das Gebet der Engel und Beiligen vor dem Chrone der allerheiligsten Dreifaltigkeit durch⸗ gehends als Gesang dargestellt.„Ihnen einen wir uns im Gesang— so heißt es im schönen Kirchweihhrmuus— und wett⸗ eifern mit dem himmlischen Sion.“ Gleich den himmlischen Chören atmen wir hie⸗ nieden im Liede unser Lob, unseren Dank, unsere Anbetung aus und bringen unsere Bitten dar. Ja, der heilige Gesang, in der rechten Weise aufgefaßt und ansgeführt, ver⸗ einigt mit dem mündlichen das innere Ge⸗ bet, ist eine Hundgebung der Liebe gegen; über Gott dem Herrn und entflammt se ner⸗ seits die heilige Liebe. Welch tiefen Ein⸗ druck auf Geist und HBerz macht gerade ein mächtiger kirchlicher Volksgesang, der von Herzen kommt und zu Herzen geht! Damit aber das heilige Lied, vom Volke gesungen, wahrhaft ein Gebet sei, das den Sänger selber ergreift und den bloßen Zuhörer er⸗ baut, ist es von Bedeutung, daß die heiligen Cextwoꝛte deutlich und richtig ausge⸗ sprochen und daß ihr Inhalt verstanden werde. Auf letzteres mache ich besonders aufmerksam. Der Inhalt des Liedes, der oft die tiefsten Glaubensgeheimnisse in dichte⸗ rischer Form enthält— wie es z. B. bei unseren Sakramentsliedern der Fall ist— muß den Sängern, muß namentlich der Jugend in der Schule, in der Hatechese, ge⸗ gebenenfalls auch in der Predigt oder in dem Kongregationsvortrag usw. erklärt und im


