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Gesang- und Gebetbuch für die Erzdiözese Cöln
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Anschluß an diese Erklärung die fromme Ge⸗ sinnung, die heilige stimmung gewecktwerden, aus der heraus das heilige Lied vorzutragen ist. Naturgemäß darf man sich dabei nicht auf eine oder zwei Strophen beschränken, sondern der ganze Text muß erklärt werden. Ja, es wird möglichst bei der Jugend darauf zu dringen sein, daß der ganze Cext auch dem Gedächtnis eingeprägt werde. Ge⸗ schieht das, so werden wir allmählich auch dazu kommen, daß die nicht empfehlenswert⸗ Sitte schwindet, wonach von einem Liede nur die erste oder auch noch die zweite Strophe von allen gesungen wird, während beim An⸗ stimmen einer weiteren Strophe die Mehr⸗ zahl der Sänger verstummt. So möge denn unserGesang⸗ und Gebetbuch auch in sei⸗ ner neuen Gestaltung fortfahren, in allen Ge⸗ meinden der weiten Erzdiözese die gediegene katholische Erömmigkeit zu nähren, die Liebe Gottes zu entflammen, die Sehnsucht nach dem himmlischen Jerusalem wach zu rufen, wo wir Gott zu schauen hoffen von Ange⸗ sicht zu Angesicht und mit den Engeln und Heiligen einstimmen werden in das ewige Alleluja.

Cöln, am Feste des heiligen Erzbischofs Anno, 4 Dezember 1908.

1 Antonius Kardinal Fischer. Erzbischof von Cöln.