sein. Deshalb wählten sie den Tod. Er allein war das Unbedingte, er war die letzte Form des vorbehaltlosen Daseins, die Weltein- heit, die für den Juden im Diesseits nicht mehr zu finden war. So gingen die Zeloten wie Verliebte in den Tod. Es gab keine andere Form der angewandten Treue, der Bekundung der Unzer- trennlichkeit von ihren Grundsätzen.
Wahrscheinlich enthielt jede jüdische Seele ein Stück des alten Zelotentums. Wissen, Furcht, Erzichung und Erfahrung hatten es überwuchert. Wurde dieses Gestrüpp aber von einem unge- heuren Zwang beseitigt, dann trat die alte Todessehnsucht zu- tage.
Hier war sie. Memand dachte mehr an Rettung. Das letzte Glück, das das Leben noch mit sich bringen konnte, war die Vernichtung möglichst vfeler Feinde.
Jakob, der Gutspächter, gebrauchte seine Handgranaten. Gedeckt von geborstenen Mauern und stehengebliebenen Pfeilern wagte er sich gegen Panzerwagen vor. Die Gefahr reizte ihn, die Nähe des Todes hatte ihre seltsame und unwiderstehliche Lockung.
Bis zu seiner Verschleppung hatte er sein Leben in Ruhe verbracht. Er hatte seine Felder bebaut und aus den großen Augen seiner Kühe und dem Frieden der Felder unerschöpfliche Tröstung emp- fangen.
Jetzt war der Bauer in ihm dem Zeloten gewichen. Nicht der Kampf unter günstigen Umständen reizte ihn, sondern die Häu- kung, Steigerung, Vervielfachung der Gefahr.
Mitten zwischen feindlichen Fahrzeugen stehend, warf er seine Handgranaten. Es war der offene, unvermeidliche, zwingende Tod, den er herausforderte. Er zerstörte zwei Fahrzeuge, ehe er den Panzern zum Opfer fiel.
Sein Beispiel wurde von vielen befolgt. Nicht nur in Naturmen- schen, wie in dem Karpatorussen Fenyes, in dem noch die Dä- monen lebten, wurden die Urinstinkte wach. Leute, denen Scheu und Sanftmut in die Stirnen geschrieben stand, hatten auf einmal den unbeugsamen Blick des um sein Leben kämpfenden wilden Tieres.
Sie brachen aus den Trümmern des Gebäudes wie aus Schluchten
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