†
die Genugtuung weit stärker war als die Scham. Diese war etwas, das er kontrollieren konnte. Er halte sie über sich verhängt, um nicht zu fühlen, wie sehr in ihm das Bewußtsein brannte, von der Vorschung wunderbar beschützt zu sein. Aber das Bewußtsein, aufgespart zu sein, war unkontrollierbar stark.
* Sobald Michael zu den Frauen kam, dachte er an Ruth. Während er zählte, hörte er sich innerlich beten:„Gib, daß sie nicht die zwanzigste ist! Laß es an ihr vorübergehen, o Gott! Erlaube nicht, daß sie ihren Namen nennen muß. Sie ist noch so jung. Ich kann nicht ohne sie leben. Laß sie mir und lege es anderen auf!“ Und nicht eher hob er beim Aussprechen der Zwanzig den Kopf, ehe er nicht eine Stimme hörte, die sich als die Stimme einer Fremden herausstellte. Es war eine zarte Blondine mit bebenden Lippen, die in Todesangst aufprannten. Hilflosigkeit gab dem Ge- sicht etwas Erschütterndes. Einen Augenblick empfand Michael Reue, weil er für Buth gebetet hatte. Aber ungeachtet dieser Reue dachte er eindringlich an seine Frau. Obwohl er vorgab, sich zu verdammen, hörte er nicht auf, mit aller Kraft zu wünschen, daß Ruth verschont blieb. Aus allen Winkeln seines Bewußtseins holte er Kraft, um sie in diesen Wunsch zu legen. Und mit wachsendem Ingrimm und wütender Beharrlichkeit wiederholte er ununterbrochen dieses Gebet: PDu mußt bewirken, daß sie nicht die zwanzigste ist! Jede andere, nur nicht sie! Laß sie die zwanzigste nicht sein.“ Wieder hörte Michael einen fremden Namen. Das Mädchen Martha nannte ihn deutlich und ohne Zögern. Ihr Gefaßtsein war so ein- drucksvoll, daß Michael befremdet aufsah. Aber Martha kümmerie sich nicht um andere. Sie war viel zu sehr mit sich beschäftigt, um Michaels Erstaunen überhaupt wahrzunehmen. Automatisch zählte Michael weiter. Plötzlich setzte seine Stimme eine Sekunde aus. Er hatte entdeckt, daß Ruth zurückgeblieben war. Er hatte sie im Zählen weit hinter sich gelassen. Heftige Freude durchzuckte ihn. Ohne daß er aufhörte, sich der Verwerflichkeit seiner Gefühle bewußt zu sein, konnte er mit seinem Jubel doch nicht zurückhalten. Fleckige Röte bedeckte seine Wangen. Sein
160
Atem lebte n Unvill er laut au den eine 25 Rr ben niel zu immer strakfe Ruth beigeg Die ni Gesich Qualz Jett
Jan k Won! nicht( nicht auk, U Aber Verle let übem. Mch Stand denen hinter trakf daß] fallen Ue reiche keit. Schhe
U Re


