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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Jan sland mit seinor Kerze minutenlang im Treppenhaus. Er

plickte verloron in die kleine, rußende llamme.

Leben, sagte er dumpf.Sie wollen loben. Diese gottver- dammten Narren wissen immer noch nicht, daß sic Leichname gind.

Fitternd schritt er die Treppe nach oben.

2 .

Die Vernunft hat gesiegt, sagte Michael heimkommend, und soine Augen glänzten. Ruth saß auf ihrem Lager und hatle die Knie, von den Armen umschlungen, an den Leib gezogen. Das Licht des kleinen Lämpchons ſiel seitlich auf ihr Gesichl.

Das bedeutet, fügle Michaol hinzu,daß wir weit davon enk- fornt sind, Tollhoiten zu dulden.

Buth antworlete nicht.

Michnel war beslürzt. Ur versuchlo einiges von dem zu wieder- holen, womit er eine Stunde vorher so slarken Eindruck erzielt hatle.

Gib dir keine Mühe, mich zu überzeugen, bal Ruth.Wir können nicht mehr. Wir dürfen nicht mehr. Wir wollen nicht mehr. Wozu uns zum Weiterleben zwingen?

Sie sah ihn mil müden Augen an. Das malte Licht tropfle über die abgemagerten Wangen, die Schmalen Schultern, die straffen und kindlichen Arme.

llast du dir ausgedacht, was auf uns wartet, selbst wenn wir überlebend Glaubst du, daß man uns noch retten kannp Daß wir lur ein bürgerliches Loben überhaupt noch zu gebrauchen sindꝰ Dals wir Kinder gebären und bamilien begründen könnend Was sagst du da? murmelte Michael.Du willst für das Leben vorloren sein?

Während er sprach, ließ er Ruth nicht aus den Augen. lhr Aus- schen beängsligte ihn.

Ruth war von ihrer Uberzeugung nicht abzubringen. Sie wieder- holte sio mit mehr Nachdruck. Sie und ihre ganze Generation war

vorloren. Je jünger sie waron, desto weniger Aussicht bestand, sie

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