ringschätzung, die brennender verletzt als tiefste Erniedrigung. Er erfreute sich, wie seine neuen Vorgesetzten es nannten, einer „Schonzeit“. Er empfand es als Erleichterung, als diese„Schonzeit“ endlich zu Ende war. Eines Tages wurde er gejagt und zur Strecke ge bracht. Bisher hatte er für unentbehrlich gegolten, als„Wirt- schaftsjude“, dessen Fähigkeiten man nicht entraten konnte. Plötzlich war er dem großen Strom verfallen. Mit anderem Unrat wurde er weitergespült, dem toten Meer von Millionen Gestrande- ter entgegen. Seine Verdienste wurden nicht mehr erwähnt. Nie- mand erinnerte sich seiner Taten und Leistungen. Er wurde, was andere Menschen gleicher Abstammung längst waren: rechtlos, wehrlos, von Demütigung zu Demütigung getrieben, immer arm- seliger und zu weiteren Erniedrigungen reizend.
Von Frau und Tochter getrennt, durchwanderte Wolf den end- losen Weg nach Osten. Zuerst hatte man Verwendung für seine Kenntnisse gehabt. In einem ostpreußischen Werk hatte er ein- einhalb Jahre als Konstruktionszeichner gearbeitet und es seinem Vorgesetzten ermõglicht, durch Vorlage von Wolfs Arbeiten sich hervorzutun. In den folgenden Monaten sank er zu immer tiefer- stehenden Leistungen herab.
Im Sommer des Jahres 1942 wurde er endlich einem Sammel- lager überwiesen, von wo er mit anderen Unglücklichen fallweise zu immer schwereren und tiefer zermürbenden Arbeiten in Sümp- fen und Schächten abkommandiert wurde.
Fanatisch, wie in allen bisherigen Lebensäußerungen, begann Wolf᷑ seine Verfolger zu hassen. Aber dieser sein Haß begnügte sich nicht damit, Gefühl zu sein.
Von Anbeginn dachte Wolf an Aufruhr und Empörung. Unauf- hörlich beobachtete er seine Gefährten, begierig, auf Gleichgesinnte zu stoßen. Machdem er sich entschlossen hatte, sich mit jedem aktiven Juden solidarisch zu erklären, wollte er nicht mehr allein bleiben, sondern Angehöriger einer sich empörenden Masse sein. Er war bereit, loszuschlagen, unbekümmert, wie es ausging. Er
bildete sich ein, daß die pesten unter den Juden genau so emp- fanden wie er.
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