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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Wolf merkte die Unfreundlichkeit des Betriebsleiters. So lärmend er sein Werkzeug handhabte, stärker war die Lautlosigkeit, mit der Schillings Unfreundlichkeit ihn überströmte. Wolf beugte sich vor und versuchte, seine Arbeitszeit zu verbessern.

Schilling lachte nur. Und sein neuer Untergebener kam mit dem Werk immer langsamer vorwärts. Wolfs Händen war diese Arbeit ungewohnt. Was nützte es, daß sein Hirn rascher war als seine Hände.

Nimm dich zusammen! sagte Schilling laut, ehe er seinen Platz verließ.

Die Worte entgingen nicht der Aufmerksamkeit Umstehender. Erschrockene Blicke trafen den Zurechtgewiesenen. Zögernd ver-

folgten sie Schillings wehendem und sich entfernendem Arbeits- mantel.

2.

Wolfs Vater hatte zur Zeit der Monarchie die Stelle eines Rats am Brünner Landesgericht mit einem Taufschein erkauft. Hierauf war er außerordentlich rasch befördert worden und hatte seine Laufbahn als Vizepräsident des Oberlandesgerichtes beendet.

Der Sohn war bereits in der Wiege getauft. Er wußte, ehe er achtzehn Jahre alt war, kaum, daß er von Juden stammte. Aber an der Wiener Technischen Hochschule, wo er Maschinenbau stu- dierte, sagten es ihm seine deutschnationalen Sitznachbarn im Hõrsaal. Für sie hatte Wolf trotz seiner Taufe niemals aufgehört, Jude zu sein. Wolf lachte zu dieser ihrer Botschaft. Er war zu unbefangen, um sich von ihr beeinträchtigen zu lassen. Konnte ein freier Mann nicht Religion, Volk, Vaterland wählen? Wolfs Vater hatte gewählt. Der Sohn hatte diese Wahl angenommen. Unmög- lich konnte Mob diese Wahl ungültig machen und über seinen

Kopf hinweg diktieren, welcher Rasse und Kultur

er angehören sollte.

Wolkf, durch besondere technische Be

gabung ausgezeichnet, machte seinen W

eg. Seine Schriften waren pald weitverbreitet. Seine Be- rechnungen waren pegehrt. Als Wolf sich den Vierzig näherte,

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