Die rotumrãnderten Augen saugten sich an den meinen fest. Nur jetzt nicht zwinkernv, dachte ich, anur jetzt nicht die Lider niederschlagen. So viel wie er vorgibt, weiß er ja doch nicht.v
Ich hörte mich sagen: cSadowski kann nur für sich sel- ber gesprochen haben, Herr Sturmführer.» Meine Stimme wurde brüchig. Das durfte nicht sein. Ich raffte mich zu- sammen. Andernfalls würde ich um Gegenũberstellung bitten. v
Noch eine Sekunde lang hatte ich den starren Blick aus- zuhalten. Dann wandte sich der SS. Mann wieder dem Es- sen zu. Die letzten Sülzewürfel verschwanden in seinem Mund. Gegenüberstellen ist gut!v Er gröhlte mit vollen Backen. Seine Heiterkeit ging mir durch Mark und Bein. Pürfte ziemlich schwer sein, die zwei nach der kleinen Abreibung, die sie gekriegt haben, jemandem gegenüber- zu Vellen. v
Er wischte das Messer ab und klappte es zu. Dann stand er auf, kam hinter dem Schreibtisch hervor. Im Sitzen war er mir viel grõßer erschienen als jetzt, da er sich reckte und in Positur warf. Aus dem plattnasigen Gesicht war auch der letzte Rest schauriger Frõhlichkeit verschwunden, und in der Stimme saß wieder die vieldeutige Drohung: aSie kõnnen von Glück reden, Holler, daß die Sache mit den zweien verhältnismãßig einfach ist. Ich sage einfach, aber das heißt nicht: leichtzunchmen.? Bei diesen Worten steckte er sich einen Stumpen an, warf das Zündholz aber nicht weg, Ssondern behielt es brennend in der Hand.«Das heißt nur, daß es bei diesem Klobocznik, der natürlich vors Militãrsondergericht kommt, ohne große Fisimatenten ab- gehen wird. v Er blies das Zündholz aus.«)a, Sie kõnnen von Glück reden, Holler, denn eigentlich haben Sie ein grobes Versãumnis gegen Ihre Wachsamkeitspflicht be- gangen. Sie sind doch Parteimitglied seit siebenunddrei- Big, wenn ich nicht irre?
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