senheit lagen nun wieder auf seinen Zügen. Er holte sein Gewehr, z0g den Verschluß heraus und machte sich ans Finfetten.
Auf dem Korridor vor der Stube wurden scharfe Schritte
laut.
Mein Herzschlag setzte aus. Ich starrte zu Maurer hin. Er saß da wie zuvor. Nichts in seiner Haltung verriet die geringste Unruhe. Nur sein Kopf beugte sich etwas tiefer über das Gewehr, als er jetzt den Verschluß wieder ein- schob. Sah ich recht? War nicht eine Patrone eingelegt?
Die Tür wurde aufgerissen.
Unteroffizier Marofke stand auf der Schwelle. Er winkte uns zu, sitzen zu bleiben. Es werden drei Mann für ein Zugsbegleitkommando benõtigt. Chabrun, Holler, Mau- rer: in einer halben Stunde feldmarschmäßig antreten. Mu- nition und Extrarationen werden von mir empfangen.v Er zog sein Dienstbuch hervor und machte eine Eintragung. Leichter Dienst, Jungens, quasi eine Vergnũgungsreise.
Er marschierte davon.
Ich spürte die Erregung aus mir rinnen, durch die Füße hinunter in den Boden, so daß ich ganz ausgehöhlt zurück- blieb.
Maurer erhob sich ohne Hast und stellte das Gewehr an die Wand. Gleich wieder Dienstv, sagte er. Der richtige Empfang... Vergnügungsreise! Kenn ich. Da wechsle ich auf᷑ alle Fãlle vorher noch die Fußlappen. v Er ging zZu sei- nem Spind und zog sich die Stiefel aus.
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Wir saßen in dem kahlen, zur Hälfte mit Werkzeugen und Kisten angefüllten Dienstwagen des langen Güterzu- ges, der einen Schweinetransport nach dem Reich brachte, und spielten Karten. Draußen schaukelte das wellige böh- mische Kartoffelland vorbei. Der Waggon schlingerte. Zu-
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