sten kleinen Galgen hat, an dem er junge Katzen henkt, wandte Chabrun sich erlãuternd an Klobocznik und mich, cund da erklãrte er mir, daß er das nur aus wissenschaft- lichen Gründen tut.v
Dietz war rotfleckig geworden. Er rief jetzt in überheb- lichem, aber nicht ganz selbstsicherem Ton, wie ein Junge, der erwartet, verprũgelt zu werden, jedoch von vornherein zeigen will, daß ihm das nichts ausmacht: Deine Stiche- leien, Chabrun, lassen mich total kalt. Ich finde es nur gro- tesk, daß jemand, der sich auf sein Edelmannstum so viel einbildet wie du, ausgerechnet die Eigenschaft vermissen läßt, auf die's dabei hauptsãchlich ankommt; ich meine die Diskretion. v
Chabrun streichelte scinen scidigen Schnurrbart. Nã- selnd warf er hin:«Zur Diskretion gehören Gentlemen auf beiden Seiten.v
Pietz schnellte von seinem Sitz hoch. Die Flecken auf seinen gelblichen Wangen traten scharfↄackig hervor. Was du nicht sagst? Gentlemen, Gentlemen! Erãffte Chabruns Aussprache des fremden Wortes nach. Haben der Herr Baron vielleicht noch andere pritische Prãdilcktionen ꝰ
Gewiß. Whisky mit Soda zum Beispiel. Meiner be- Scheidenen Meinung nach die genialste Erfindung auf dem Gebiet des Getränkewesens. Eine eminente Leistung un- serer feindlichen Vettern.v
Dietz riß an seinen dicken Fingern, daß die Gelenke knackten.«So. Ist ja hochinteressant. Also du findest... aber unter solchen Umständen erũbrigt sich jede Dis kus- sion. Unsere beiderseitigen Standpunkte sind augenschein- lich viel zu weit voneinander entfernt.v
Das läßt sich kaum in Abrede stellen.v Chabrun holte ein Zigarettenpapier hervor.
Dietz verschluckte eine Bemerkung. Ich glaubte, die Worte ,verdammtes Junkerpack' von seinen zuckenden Lippen ablesen zu kõnnen. Sich gewaltsam zur Ruhe zwin-
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