an, wie alte Bekannte. Bevor er noch richtig Verdacht schõpfen konnte, hatten sie ihm das Gewehr aus den Hãn- den geschlagen und waren hinter den Halden verschwun- den.
Unglũcklicherweise wurde der Vorfall von ⁊wei Leuten der SS. Bahnhofsbereitschaft beobachtet, mit der wir nicht gerade im besten Einvernehmen standen. Die zwei stürzten sich sofort auf unsern Dicken und führten ihn wegen Fluchtbegünstigung von Deserteuren ab. Marofke alar- mierte Oberleutnant Malzahn, und dieser erschien gerade noch rechtzeitig, um zu verhindern, daß Klobocznik nach dem Gestapo -Gefãngnis abgeschoben wurde. Doch be- durfte es einer Intervention unseres Bataillonsstabs, um den Festgehaltenen freizubekommen.
Die Sache ist damit keineswegs aus der Welt geschafft*, verhieß der SS. Kommandeur, als er endlich Befehl gab, Klobocznik an Malzahn auszuliefern.«Es wird sich noch ein Mittel finden, um so ein faules Etappenschwein irgend- wohin befõrdern zu lassen, wo's weniger gemütlich zu- geht als hier. v
Malzahn wurde noch steifer, als er schon gewesen; er zischte durch seine langen, gelben Zähne: Werturteile über Angehörige der Wehrmacht mõchten wir uns selbst vorbehalten. Wer ein Ftappenschwein ist, entscheiden wir.v
Na, das wird sich noch zeigenv, gab der Schwarze mit einem hãmischen Grinsen zurück. Abwarten und Tee trin- kenl»
Worauf Malzahn nichts mehr erwiderte, sondern Ma- rofke anwies, das Protokoll zu unterzeichnen und Klo- pocznik zu übernehmen.«Der Mann kriegt am nächsten Sonntag Strafwache. Weil er sich hat abführen lassen. Er- ledigt. v
Obwohl also alles schr glimpflich abgelaufen war, zↄeigte Sich Klobocznik doch verdrossen und bedrückt. Auf dem Heimweg ins Quartier blieb er, der Sonst immer sang oder
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