Es gab einen klirrenden Ton, als sei etwas im Innern des Orchestrions zerbrochen. Die Musik stockte einen Takt lang, hob dann in seltsam rõchelnder Weise wieder an. Wie ein lebendes Wesen kãmpfte der Kasten gegen einen Br. stickungsanfall. Nach einigen Sekunden setzte die Melodie endgũltig aus; nur ein mißtõniges Kratzen und Scharren blieb übrig.
Scelke war zurũckgetaumelt und auf seinen Sitz nieder- gesunken. Jetzt erhob er sich ãchkend. Er schlug die Hände vor das Gesicht. Zwischen seinen fleischigen Fingern ka- men dicke Trãnen hervorgequollen. Es war ein zwiespãlti- ger Anblick, bedrückend und zum Lachen reizend. Die Mãdchen brachen in hohes Gekicher aus. Dietz ahmte Scelke feinend nach. Klobocznik wollte Scelke ein Glas Wachol- der einflõßen, kam damit aber nicht zu Rande und ver- schüttete den Schnaps.
So eine Sündel* knurrte er. Alois, du bist wirklich nicht bei Trost!v Er ließ Scelke stehen und zog sich mit Hulda hinter die Theke zurück.
Seelke nahm mit einemmal die Hãnde vom Gesicht und glotzte uns aus leeren Augen an. Das kreischende, krat- zende Geräusch aus dem Orchestrion stoppte. Scelke Schauerte zusammen, wackelte mit dem Kopf und sagte hohl: Nee, also warum habt ihr mir das jetzt noch ange- tan ꝰv Er drehte sich ziellos um sich selbst und torkelte zur Tür hinaus.
Gerda schnitt eine Grimasse hinter ihm her.« Na, der hat ja keinen schlechten sitzen! Klobo, hast du noch einen Trop- fen dv
Klobocznik tauchte erhitzt hinter der Thelke auf. Daß man nie ungestõrt sein kann! Also gut, wird gemacht.
Er brachte frischen Wacholderschnaps und wollte allen eingießen, doch Gerda nahm ihm die Flasche weg, setzte sie an und trank. Hustend reichte sie die Flasche dann an Dietz weiter. Da, Hans, jetzt kormmnst du an die Reihelv
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