Kusine seien dort untergebracht und erwarteten Staats- kinder; auch sie selbst hoffe, das nächste Mal im gleichen Heim Aufnahme zu finden.
Oho, hast du nicht von dem letzten Mal noch genugꝰv gröhlte Dietz.
Gerda rũckte von ihm weg. ¶Für was hãltst du uns Hit- lermãdchen eigentlich? Mir scheint, du glaubst gar, wir haben Angst vor dem, was die erste Aufgabe jeder deut- schen Frau ist! Weißt du, was ich meiner Schwester beim Abschied gewünscht habe? Schmerzen, tüchtige Schmer- zen bei der Geburt. Und sie hat mich gleich verstanden. Ja- wohl', hat sie gesagt, ich hoffe, ich werde es richtig spü- ren, daß ich ein Opfer bringe für Peutschland und den Führer“.
Heillv schrie Dietz. Er ließ sich neu einschenken und schwenkte sein Glas.«Unsere deutschen Frauen sollen le- ben lv
In seiner Ecke gab Seelke dem Orchestrion abermals eine Münze zů schlucken. Mũde krãchzend kam es aus dem In- strument:
Nun wird der Schluß gemacht, daß ich muß scheiden...
Da hört sich aber alle Gemũtlichkeit auflvzetterte Gerda. cJetzt schau ich mal selber zu, daß dieses Geklöhne auf- hört, wenn keiner von euch Männern Mumm genug hatlv
Sic war aufgesprungen und wollte zu dem Orchestrion hinüber, doch Dietz kam ihr zuvor.
Scelke erhob sich taumelnd und versuchte, Dietz daran zu hindern, den Abstellhebel des Instruments zu ergreifen; er greinte dabei wie ein aus dem Schlaf gewecktes Kind. Dietz fluchte. Sie rangen miteinander, wobei Seelke unge- Schickt hin und her taumelte, aber doch eine ũberraschende Kraft und Geschicklichkeit zeigte. Endlich gelang es Dietz, den Hebel zu fassen; er warf ihn mit aller Macht herum.
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