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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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drei Runden à conto der Erbschaft nach meinem Vetter ISkO.

Und zur Feier der deutschen Siege in Afrika und an der Ostfront doch hoffentlich auch? krähte Dietz.

Klobocznik hich ihm auf den Rücken.«Hauptsache, es gibt was zu Saufen, Windhund. Der Anlaß ist lange nicht 80 wichtig.v

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Vor der Küche trafen wir Maurer, der auf einem Dienst- gang gewesen war und sich jetzt erst sein Essen holte. Er rief uns zu, wenn ihn nicht alles tãusche, so habe er Gerda Putz gerade unten um die Ecke biegen schen.

Dietz und Klobocznik stũrmten los und kamen tatsäãch- lich eine Weile spãter mit Gerda zurũck. Sie hielt sich schr aufrecht, lachte und war überhaupt bemüht, den Anschein ũberstrõmender Gesundheit zu erwecken. Aber die BDM. - Uniform, die ihr frũher gesessen hatte wie angegossen, bil- dete jetzt ũberall Falten. Auf den hervortretenden Backen- knochen blühten verdãchtige rote Flecken, und die Augen leuchteten in einem fiebrigen Glanz.

Ja, unser Gerdakindchen hat's zu Hause nicht länger ausgehaltenꝰ, rief uns Klobocznik entgegen.«Und da ha- ben wir sie nu wieder. Sack Zement,'chen, bist du aber von der rauhen Sorte! Er ⁊og die Hand, auf᷑ die ihn Gerda mit dem Koppelriemen geschlagen hatte, von ihrer Hüfte zurück.«Haste denn gar keine weicheren Gefühle? Ich wußte nicht, daß ihr Hitlermãdel so zimperlich seid.v

Zimperlich ist gutv ertõnte es hinter Kloboczniks Rük- ken, und Gerdas mausgesichtige Freundin Hulda tauchte auf. Mach du erst mal eine Fehlgeburt mit wie die Gerda, ohne jede Narkose, und was dann noch alles nach- kam. v

Klobocznik nahm die Mütze ab und tãtschelte zärtlich seine himbeerfarbene Glatze. Kann ich leider nicht, teures

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