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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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Naa d» wiederholte dieser ungeduldig.

Scelke õffnete zõgernd die zusammengekniffenen Lip- pen. ¶Ich danke dir schr. Ich glaube schon, daß es der Kath- rin recht Sein wird.v

Der Kathrin? der Kathrin! Wie es dir gefällt, will ich wissen lv

Seelke trat von einem Bein aufs andere. Natürlich, na- tũrlich. Wie soll mir's gefallen? Schr gut.v

Maurer, der wieder einmal seine Türmchen aus Streich- hölzern baute, brach in lautes Lachen aus. aIch würde dir schon raten, Seelke, ein bißchen mehr Begeisterung zu zeigen. Sonst ruft Dietz am Ende seinen Kommissar von der Gestapo an. v

Pietz wollte gereizt entgegnen, besann sich jedoch. In seine Augen schlich sich ein tückisches Glimmen. aKeine schlechte Idee, Maurer, bin dir dafür enorm verbundenꝰ, schnarrte er mit seinem fatalen Lächeln. Er ergriff den Fe- derhalter und führte damit eine Art Fechterbewegung ge- gen Maurer aus. Wirklich keine schlechte Idee, das mit dem Anrufen. Werde dieser Anregung zu gegebener Zcit dankbarst Folge leisten.v

Was heißt denn das wieder?» murrte Klobocznik, der mit dem Nägelschneiden fertig war und das Messer am Hosenboden abwischte, dimmer diese Spitzfindigkeiten. Man kommt sich vor wie in einer Talmudschule. Ist es nicht so, Hollerd... Ja, sag mal, warum hörst du immer nur zu, redest nie ein Wort? Das geht doch nicht. Was denkst du dir eigentlich dv

Alle blickten mich an. Ich Spürte, wie mir das Blut in die Wangen und Ohren schoß. Meine erste Regung war:«Hin- auswinden, irgendwie hinauswinden!v Ich hörte mich sa- gen: Meiner Meinung nach müssen wir vor allem einig sein. Ein Volk, eine Führung. Ich bin sicher, das ist auch die Uberzeugung von Dietz und von Maurer, nicht wahrꝰ

Ich erhielt keine Antwort. Mir war's, als müsse ich ver-

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