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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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Der Mann taumelte zurũck. Blut floß ihm über das Kinn. Aber, bitte schr, das muß ein Irrtum sein, ich bin Mit- glied der Vlajkav, rief er entsetzt und zeigte auf das Ab- zeichen der Organisation reichstreuer Tschechen, das er angesteckt hatte, cich bin ein loyaler... v

Kuschlv Brausewetter brachte den Mann durch einen Tritt gegen das Schienbein zu Fall. cIL.os, hinein l Erdran g⸗ gefolgt von Marofke, Dietz und Klobocznik, in das Haus. Die beiden letzteren packten den Hingestürzten an den Schultern und schleiften ihn mit sich. Eine Frau schric gel- lend auf. Der Mann versuchte nochmals, seine Unschuld zu beteuern, verstummte aber unter einem dumpf nach- hallenden Schlag.

Duftender Raum, zur Liebe geschmückt, nehm euch nun auf, dem Glanze entrückt lv schmetterten die Hõrner und Tschinellen.

Verrückte Weltv, dachte ich und schwamm damit über alle Regungen des Widerwillens und schlechten Gewissens hinweg, die von dem soeben Mitangeschenen aufgewirbelt worden waren, dalles ist verrũckt in dieser bodenlosen Zeit, da läßt sich nichts machen. v

Die Tür fiel zu. Kein Geräusch drang mehr aus dem Haus. Auch der Lärm rundum war erstorpen. Nur die Lich- ter wurden überall groß angedreht, und hinter den Vor- hängen bewegten sich die Silhouetten von Uniformierten.

Der Mann von Stube 2 A tauchte plõtzlich neben mir auf.«He, duv, flüsterte er mir zu, cläßt du mich auch was erben d»

Ich verstand nicht.

Er wurde ãrgerlich. Dõskopp! Ob was da ist, das man mitgehen lassen kann. Stell dich nicht so, als ob du noch nie bei So was dabei gewesen wãrestlv

Neinv gab ich zurück, cdagegen bin ich entschieden.

Er pfiff durch die Zähne.«Tsss. Menschenskind, uns

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