schenkt niemand was, da muß man sich schon dranhalten. Aber wenn du glaubst, es gcht dir die Vergoldung ab, dann schieb für mich Posten dort hinten, und ich küm- mere mich hier schon. v
Ich wollte etwas entgegnen, da merkte ich, daß er fort- flitzte. Im gleichen Augenblick wurde die Haupttür wie- der geõffnet. Brausewetters Stimme war zu hören. Er sprach jetzt in völlig verändertem Ton. Derlei unvermeidliche Härten gibt's im Krieg immer, Herr... äh... Rubesch, nicht wahr? ja, Herr Rubesch, um so was läßt sich einfach nicht herumkommen. Das müssen Sie als loyaler Mitarbei- ter von uns ohne weiteres einsehen. Ist natürlich... äh.. kolossal peinlich, daß gerade Sie das Opfer eines solchen Mißverstãndnisses geworden sind, aber wie gesagt... Ich werde selbstverstãndlich beantragen, daß Sie eine Beschei- nigung von der Hauptstelle bekommen, mit ãh... völliger Klarstellung des Sachverhalts. Zum Glũck ist ja nichts Un- reparierbares geschehen, haha. Heutzutage muß eben jeder mal den Kopf für die gute Sache herhalten.v
Er kam mit dem Hausherrn heraus. Der hielt sich ein Taschentuch vor den Mund. Seine Nase war zur Seite ge- drũckt und glich einem blutigen Schwamm.
(Na, ist gut, Hert Rubesch. Machen Sie sich einen kalten Umschlag und legen Sie sich ins Bett!v Der Kommissar hob Salopp seinen Arm.
Der andere erwiderte Brausewetters Hitlergruß mit Prã- zision.«Dürfte ich vielleicht bitten, Herr Kommissarv, stotterte er, cich möchte doch wenigstens etwas zum Schutze... Ich meine, könnte ich nicht etwas bekommen, damit einer Wiederholung vorgebeugt...»
(Habe Ihnen schon gesagt, Sie bekommen von der Hauptstelle ein Papier. Das genügt.“ Die letzten Worte verrieten Ungeduld.
(Bitte schrly Herr Rubesch knickte zusammen, hob nochmals den Arm und lief geduckt ins Haus zurück.
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