Der Kormmissar ließ endlich von seinem Furunkel ab.
Er stand trãge auf und reckte sich.«So. Aha... Schäber- nitz? Schäãbernitz? War der nicht beim Volksgerichtshof irgendwo da... dv
eStimmt. Ein Riesenkerl. Mindestens zweihundertfünf- zig Pfund. Wo steckt der denn jetzt ꝰ
(Beim Militärgericht Nancy, Herr Kommissar. Entfal- tet dort eine kolossale Tätigkeit zum Schutze unserer Be- Satzungsbehörden. Nancy ist ziemlich kitzliges Gebiet, wie Herr Kommissar sicher wissen. Wimmelt nur so von Sa- boteurs, Franktireurs und ãhnlichem Gesindel. v
Jaja. Lothringen . Kennen wir. Den Mußjös dort muß man immer wieder mal ins Kreuz treten. Also der Schä- bernitz hat es verstanden, im Westen zu bleiben. Sich mal an, tüchtig, tüchtig. Wird nicht übel Kriegsbeute eintreiben, was? Und dann die Weiber, die französi- schen Weiber. Und der Wein. Ein Glückspilz... Na, und Sied»
Dietz strahlte. Er schickte sich zu einer sicher sehr weit- schweifigen Antwort an, doch da z0g Marofke, der dem Gesprãch der beiden mit schlecht verhüllter Eifersucht ge- folgt war, seine dicke Zwiebeluhr und verkündete: Die zehn Minuten sind bereits um, Herr Kommissar.
Wir marschierten ab. Als wir nach einiger Zeit halt mach- ten, war es schon ganz dunkel. Durch schattenhaft wahr- nehmbares Buschwerk leuchteten schwach die Fenster- vierecke mehrerer verstreuter Gebãude. Brausewetter be- deutete uns, zu warten, keinen Lärm zu machen und das Rauchen zu unterlassen. Er verschwand.
Dietz, der sich unterwegs noch einmal an den Kommis- Sar herangemacht hatte, teilte uns in wichtigem Flüsterton mit, daß die erleuchteten Fenster zu den Beamtenhäusetn
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