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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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Dietz antwortete mit gereiztem Schimpfen. Klobocznik blieb ihm die Antwort nicht schuldig. Es fehlte wenig, und sie wãren handgemein geworden. Doch die Ankunft eines Motorrades mit dem Stabswimpel ãnderte die Situation. Ein kurzgewachsener Zivilist mit einem plühenden Furun- kel auf der Wange kletterte aus dem Beiwagen. Er trug die S8. Rune im Knopfloch, schwenkte ein wichtig ausschen- des Papier und erklärte dem herbeispringenden Marofke, daß er Gestapokommissar sei und durch ein Verschen um fünf᷑ Mann zu wenig habe, die er sich von unserer Gruppe ausleihen? wolle. Ob das mõglich sei?

Selbstverstãndlich, Herr Kommissar. Ist quasi eine Kleinigkeit. Ich stehe persõnlich zur Verfũgung.» Marofke suchte noch vier Mann aus: Dietz, Klobocznik, einen Sol- daten von Stube 2 A, und mich. Der Rest der Mannschaft sollte unter Chabruns Kommando zurückbleiben. cFin- teilung getroffen, Hert Kommissarv meldete Marofke dem Kurzbeinigen.

Der hatte die ganze Zeit über an seinem Furunkel her- umgefingert. Jetzt stõhnte er befriedigt auf. ¶Ausgezeich- net. Wir werden in zchn Minuten aufprechen. Geben Sie bis dahin alle noch notwendigen Anweisungen. vEr schickte den Motorradfahrer weg, setzte sich auf einen Meilenstein und begann von neuem an seinem Furunkel herumzu- fingern.

Dietz, der ihn vom ersten Augenblick an mit allen Zei- chen freudiger Aufregung betrachtet hatte, baute sich vor ihm auf.«Gestatten eine Frage, Herr Kommissar: ist der werte Name nicht Brausewetter

Der Kommissar schielte Dietz über die Achsel an. Ohne sich in seiner Beschãftigung stõren zu lassen, warf er hin: Schon mal mit mir zu tun gehabt, ähd

Jawohl, Herr Kommissar. Hatte die Ehre, Herrn Kom- missar im Hause meines Schwagers, Assessor Schäbernitz, vorgestellt zu werden.v

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