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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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wie sind denn Sie zu der Salami gekommen? Sagten Sie nicht, daß die gesamten Wurstwaren von der Kontrolle quasi mit Beschlag belegt wurden?v

Klobocznik schmunzelte.«Jawohl, Herr Unteroffizier. Die gesamten Wurstwaren bis auf die Ungarische. Die ist mir bei der Verwirrung irgendwie unter den Stiefel ge- rutscht, und da hab ich sie aufgehoben, damit sie gottbe- hüte nicht zertreten wird.v

Das Kreischen der Bremsen schnitt unser neuerliches Johlen ab.

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Wir traten in einer kleinen Sandmulde neben der Land- straße an. Ringsum wellte sich Wiesen- und Waldgelände. Hãuser waren nicht zu schen. Doch mußte sich, dem leich- ten schwefeligen Rauch nach zu schließen, eine größere Industrie-Anlage in der Nãhe befinden.

Die Sonne war untergegangen. Es blieb jedoch, wie im- mer in dieser sommerlichen Jahreszeit, auch nach Einbruch des Abends noch hell.

Links und rechts hielten, in einiger Entfernung, andere Schnellwagen, von denen auch Soldaten abgestiegen wa- ren: das vertraute Bild einet beginnenden großen Fahn- dungsaktion.

Marofke war mit den übrigen Gruppenführern zum Kommandeur gerufen worden. Als er zurückkam, stellte sich heraus, daß wir die Bewachung der leeren Schnell- wagen, die jetzt von allen Seiten herangerasselt kamen, zu übernehmen hatten, während die andern Gruppen abrück- ten.

Klobocznik begann Dietz aufzuzichen:«Feines Jagdver- gnũgen das, auf alte Karren aufpassen! Fehlt nur noch, daß wir uns damit die ganze Nacht um die Ohren schlagen, und daß es zu regnen anfängt. Mensch, und zu s0 was hast du dich nu gedrängt. Also ich lach mir'n Ast. v

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