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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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doch mal nachprüfen, ob da keine Tãuschung in bezug auf die Qualitãt der Wurst vorliegt. v

Schief schneiden, Herr Unteroffizierv, riet Klobocznik, cund dũnne Scheibchen, da schmeckt's am besten.v

Marofke zog den scharfen Wurstgeruch tief ein und er- klärte gönnerhaft:«Keine Angst. Ich versteh mich aufs Wurstschneiden.v Er zerkaute langsam ein paar Salami- scheiben, wobei er verklärt grunzte. Ich sah, wie seine Schluckbewegungen von Dietz nachgemacht wurden, und ertappte mich dabei, daß auch ich gebannt dem Tanz von Marofkes Adamsapfel folgte. Mhm, wirklich nicht schlechtv, fuhr er mit vollem Munde fort, cjetzt noch ein Glas Pilsner, zwei Salzwecken mit Butter und die Sache wãre perfekt. v Er schnitt sich einige weitere Scheiben ab, wickelte die Wurst sorgfältig in ein Zeitungspapier und verstaute sie im Brotbeutel.

(Mahlzeit?, wünschte Klobocznik.«Nun? Ist es echte Ungarische ꝰv

Marofke hatte noch immer volle Backen. Mhm... Na, was ist? Warum schießen Sie nicht los mit Ihrer Ge- schichte dv

Jawohl, Herr Unteroffizier lv Klobocznik wischte sich mit dem Handrücken über die Lippen, pumpte von Cha- brun eine Zigarette und begann zu erzählen.

Er hatte dem Ehepaar Seelke geholfen, Frau Friedas Ge- pãck vom Hotel zum Zug zu schaffen. Schon die Zahl der Gepãckstũcke war ihm erstaunlich groß vorgekommen, noch mehr hatte ihn allerdings der Körperumfang von Frau Scelke überrascht.

cch war einfach erschlagen bei ihrem Anblick. Glaubt ihr, sie hãtte abgenommen wie der Alois, den das plõtzliche Bheleben nicht schlecht hergenommen hat? Nein. Ganz im Gegenteil. Als ob sie dreißig Pfund zugenommen hätte. Und nichts mehr von den netten Einbuchtungen; die reine Tonne, sage ich euch. Na, dann kam ja des Rãtsels Lõsung.

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