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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
Entstehung
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Klobocznik, Herr Unteroffizierv, Sagte er mit einem brei- ten Grinsen.

Marofke blich die Sprache weg. Er wurde sichtlich zwi- schen Uberraschung und Empõrung hin und her gerissen. Was fällt Ihnen ein d» stieß er endlich hervor, nahm aber die Wurst entgegen. Er wog sie in der Hand. Sein Gesicht glãttete sich. Gleich darauf schrie er jedoch von neuem los: So'ne Unverfrorenheit! Wollen Sie mich quasi auf᷑ diese Weise. 7 Was stellen Sie sich eigentlich vor, mir so was. 80 Was. v

Klobocznik setzte eine Miene gekränkter Unschuld auf. Es ist eine echte ungarische Salami, Herr Unteroffiier. Das Beste, wo man hat. Aber wenn Herr Unteroffizier nicht wollen, ich nehme sie auch zurück.v

Davon kann keine Rede seinv, versetzte Marofke wür- devoll, adie Wurst ist beschlagnahmt. Und Sie melden sich nachher mit Scelke bei mir wegen eigenwilliger Entfer- nung aus dem Kasernenbereich. Ich werde euch noch pei- bringen, was Dienstauffassung ist. v Er schop die Wurst in seinen Brotheutel, zöðgerte, konnte der Versuchung nicht widerstehen und schnupperte an seinen Fingern. Mit über- triebener Gleichgũltigkeit bemerkte er dann:« Ungarische? Also, das können Sie jemand anders erzählen. Wie käme man hier denn zu s0 was dv

Klobocznik legte die Hand aufs Herz. ¶Auf mein Wirts- chrenwort. Es ist Eins A ungarische Salami. Ich selbst wollte zuerst meinen Augen nicht trauen, wie der ganze Metzgerladen unter dem Rock von der Seelkeschen her- vorgepurzelt kam... Ach so, ich bin da schon mittenmang in einer Geschichte, die wirklich zum Piepen ist. Und wenn Herr Unteroffizier nichts dagegen habend»

(Na, erzählen Sie schonv, brummte Marofke, caber wenn Sie glauben, Sie können sich rausreden, sind Sie quasi auf dem Holzwege. Es bleibt dabei, Sie melden sich nachher. Hat ũbrigens jemand ein scharfes Taschenmesser? Wollen

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