Und außerdem ist sie schwangerv, warf Seelke ein.
Klobocznik fuhr sich tätschelnd über seine Glatze. Mensch, das ist doch wie'n gefundenes Fressen. Wenn eine schon schwanger ist, kann man ihr nicht mehr einen dicken Bauch machen. Keine Vorsicht nötig, keine Ver- antwortung zu befürchten, da geht das Amüsemang erst richtig los... Na, was ist, mein Engel?v wandte er sich an Gerda, die wieder herankam, aschieben wir'ne Runde?
(Nicht zu machen, mein Süßerv, flõtete sie und blinzelte zu uns anderen hin, ada mußt du dich erst mal verjũngen lassen oder warten, bis Gerda Putz zwarnzig Jahre ãlter ist.v
(Na, in punkto Jugendfrische und Manneskraft kann ich's mit deinem Klahde noch immer aufnehmen, gab Klobocznik pampig zurück.
Gerda blies die weißblonde Strãhne, die ihr über die Au- gen gefallen war, aus der Stirn. Sie nahm ein Glas, das Klo- bocznik für sich gefüllt hatte, von der Theke und tat einen tiefen Zug. Och, wenn's einer nur gerade mit Edwin auf- nehmen kann, imponiert er mir herzlich wenig. Da gehö- ren Schon andere her.v
VUnd das nennt sich nu Treuev seufate Seelke; sein Jun- gengesicht legte sich dabei in kummervolle Falten.
Gerda trank wieder. Boshaft maß sie Seelke über den Rand ihres Glases hinweg. Seht euch mal diesen Duckmãu- ser an! Geht jede Woche fremd, betrügt seine Frieda und die Kinderchen nach Strich und Haden, und redet von Treue. Na ja, ihr seid mir überhaupt feine Hechte, alle miteinan- der. Gerda stemmte die Arme in die Hüften und schaute sich in der Runde um. Zum Beispiel der Herr Oberschütze Holler! Tut so, als kõnnte er kein Wãsserlein trüben, und inæwischen trauern ihm allerhand einsame Bettchen nach... nun, ich rede lieber nicht darũberꝰ, unterbrach sie sich mit verlegenem Lachen, caber sagt einmal, wo ist eigentlich euer Gefreiter, der aussicht wie ein Leutnant? Der Dunkle mit dem Baronsnamenꝰ
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