VWir merkten erst jetzt, daß Chabrun fehlte.
Klobocznik wußte Bescheid:«Er ist eben hinausgerufen worden. Wohl eine Dienstsache. Ja, Gerdachen, du wirst doch mit einem von uns vorlieb nehmen müssen, und da pin ich immerhin nicht die schlechteste Wahl. Na, wie wär's? Erst noch einen Schluck, und dann losgeschoben?» Er füllte ein kleines Tulpenglas zur Hãlfte mit Schnaps.
Nicht so knickeriglv Sagte Gerda, ergriff die Schnaps- flasche und goß das Glas voll. Dann trank sie schnell, bis zur Neige.
Sack Zement! Du bringst deinen Kindern beizeiten das Saufen beiv, meinte Klobocznik in einem Ton, der zwi- schen Warnung und Bewunderung lag.
Gerda schnitt ihm eine Grimasse.(Alter Quasselkopfl Na, komm, jetzt will ich endlich tanzen... oder nein, warte, da kommt ja euer schicker Gefreiter!v Sie ließ Klo- pocznik, der ihr schon den Arm um die Taille legen wollte, Stehen und lief Chabrun entgegen, der sich zwischen den Tanzpaaren hindurchschob. Marf ich bitten, Hert Gefrei- ter ꝰv
Chabrun, in Gedanken versunken, schien Gerda gar nicht zu bemerken. Sie machte einen komischen Knicks und wiederholte ihre Aufforderung. Jetzt wurde Chabrun aufmerksam. Unter seinem niederhängenden Lid blinkte es auf. Bedaure. Bedaure schr. v
Für einen Augenblick verschlug es ihr den Atem. Was dv rief sie dann, adas ist mir doch noch nicht pas- siert. Ich kriege einen Korb? Möchten Sie mir verraten, weshalb dv
Chabrun fiel ihr ins Wort: cEs tut mir leid, daß ich Sie aus der Stimmung bringen muß. Eben ist durchgegeben worden, daß sich ein Unfall ereignet hat. Unteroffizier... v Er zgerte.
Gerda war mit einem Mal blaß geworden. Mit einer fah- rigen Bewegung wischte sie die Schweißtropfen weg, die
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