Druckschrift 
Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
Entstehung
Seite
171
Einzelbild herunterladen

anderen. Da dürfen wir nur deutsch denken, nur deutsch. Wer anders denkt, ist entweder ein Schwächling, oder krank, oder...v Er unterbrach sich, glotzte auf Maurers große Hände, die sich langsam ballten, und schloß eilig: (Na, jedenfalls, jedes andere Denken führt auf Abwege.v

Es trat eine kurze Stille ein, die von Klobocznik be- endet wurde. Er fegte das Flugblatt mit einem klatschen- den Schlag vom Tisch. Ach was, laßt die ruhig kläffen! Na, was ist? Wollen wir den Braten ganz verkommen lassen? Das wäre doch eine Sünde. Also, wer will eine Scheibe d» Er schnitt sich selbst ein Stück ab und begann zu kauen, hielt jedoch plõtzlich inne, griff sich an die Kehle und gab dem Kochgeschirr einen zornigen Stoß.

Dietz lachte meckernd; es klang künstlich und schaden- froh zugleich.«Schaut euch Klobo an! Mensch, dir haben sie wohl schon Rattengift in den Braten getan, die Rächer dv

Sack Zement!v Klobocznik kämpfte mit seinem Gebiß. (Halt die Schnautze, Dietz! Soll das ein Witz sein? Und überhaupt Gift. Unsinn! Merk dir eins: wenn es je dazu käme, so kriegst du einen Polchstoß von hinten oder eine Kugel aus dem Dunkel. Aber Gift? Kommt ja gar nicht in Frage.

(Na, ganz so sicher würde ich nicht seinv, versetzte Cha- brun. Bei Dietz zum Beispiel kommt man mit einer ge- wöhnlichen Kugel gar nicht durch. Der hat ein viel zu dickes Fell. Aber Rattengift ist was anderes. Das wirkt selbst bei dickem Fell.v

¶Au Backe lv grõhlte Klobocznik. aIst ja großartig! Das Rattengift bleibt für Pietz reserviert. Na, hoffentlich kriegt er dann auch die Leichenrede, die er sich so wünscht, von Klahde nachgeschmettert.*

Wer kriegt was von mir nachgeschmettert?* ertõnte die Stimme Klahdes, der unbemerkt eingetreten war.

Dietz einen Nachruf, Herr Unteroffizier?, entgegnete Chabrun, ohne mit der Wimper zu zucken,«wenn ihn

171