Frontkãmpfer dv schrie Seelke in ehrlicher Entrüstung. (Das sind mir schöne Frontkämpfer, die im Hinterhalt lauern. Heckenschützen sind das, Partisanen, Räuber und Mörder.v
Maurer, dessen Ausdruck mir weniger hölzern und un- durchdringlich vorkam als gewöhnlich, setzte zum Spre- chen an, schüttelte dann aber den Kopf und schwieg.
Was wolltest du sagen dventfuhr es mir.
Maurer blickte mich prüfend an, kniff die Augen zu- sammen und lächelte in einer sonderbaren Weise. Was ich sagen wollte? Stellt euch mal vor, daß die Sache um- gekehrt ist. Tschechische oder irgend welche andere fremde Truppen stehen in Deutschland . Wenn dann un- sere Leute das tun, was diese Tschechen hier ankündigen und was wir Deutsche übrigens auch schon gemacht ha- ben— denkt nur an Schill oder Andreas Hofer—, wenn also Deutsche gegen die fremden Truppen aufstehen, wer- den wir sie dann Mörder oder Helden nennen dv
Dietz, der beim Zuhören ganz weißnasig geworden war, brach los:«Und du schämst dich nicht, solche Ansichten zu haben d»
Maurer zog die Achseln hoch, sein Gesicht verschloß sich. Warum? Ich denke, es ist nur recht und billig, wenn man sich beide Seiten einer Sache ansicht.v
Dietz geriet võllig außer sich. Ach? Beide Seiten? Du stellst also Deutschland und seine Feinde auf die gleiche EHbene. Das grenzt ja an Landesverrat!v Er schlug mit der Faust auf den Tisch. Wie kann man einem rassisch min- derwertigen Volk das Recht zubilligen, sich einer höheren Ordnung zu widersetzen! Und was heißt recht und billig? Recht ist nur, was der höheren Rasse nützt. Das muß jeder Deutsche begreifen. Besonders jetzt, in diesem Schicksals- kampf, wo es darum geht, wer übrig bleibt: wir oder die
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