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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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nãmlich die Tschechen mit Rattengift oder sonstwie um die Ecke bringen sollten.v

(Gemacht, den Nachruf kann er habenv, rief Klahde und stimmte eines jener Vorgesetztengelãchter an, in das Un- tergebene einzufallen haben, was wir denn auch, einer nach dem andern, taten.

Klahde ließ uns eine ganze Weile lachen, bevor er fort- fuhr: Also den Nachruf kriegen Sie, Dietz. Ich hoffe nur, wenn ich mich fũr Sie so in Unkosten stũrze, dann nehmen Sie auf die Reise ins Jenseits eine hübsche Kollektion von Feinden mit. Ich für meinen Teil bin fest entschlossen, nur in ganz großer Gesellschaft abzugehen. Unter einem Put- zend tu ich's nicht. Aber, was ich sagen wollte, Chabrun: können Sie mir Ihre schwarzen Lederhandschuhe leihen? Ich fahre nach Berlin . Mit der Unteroffiziersdelegation, die den Sarg des Herrn Reichsprotektors auf der Fahrt ins Reich begleitet und dann am Staatsbegräbnis teilnimmt. Ja, da staunt ihr, was dv

Er nahm, mit vorgewölbter Göringbrust, unsere Glück- wünsche entgegen, streifte dann, nicht ohne Anstren- gung, Chabruns Handschuhe über und wollte sie nun auch zuknöpfen, was ihm jedoch nicht gelang.«Ach was, ich lasse sie einfach offenv, entschied er endlich.«Haupt- sache, die Hlossen sind schwarz... aber das eine kann ich Ihnen flüstern, Dietz, zu Ihrem Nachrufzieh ich diese Häute nur an, wenn Sie mich nicht enttãuschen. Sie wissen schon.v

Dietz riß die Hacken zusammen.«Zu Befehl, Herr Un'offzier. Werde mich bemühen, mindestens zwei Dut- zend Untermenschen mitzunehmen, ganz wie Herr Un off'zier.v

Klahdes abstehende Ohren wurden purpurn. Was dv schrie er, azwei Dutzend, Dietz? Sie werden es noch mal zum Unteroffizier bringen. Blitz und Bohnenstroh, zwei Dutzend, warum nicht gleich drei, hahaha. v Und er brach wieder in sein Vorgesetztenlachen aus.

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