kricgt, da wäre es ja gelacht, wenn du das Schloß an der Vorratskammer, wo Leutnant Malzahn seine Sachen hat, nicht aufknacken könntest. v
Was fällt dir ein lv entrüstete sich Seelke. Er wurde ganz aufgeregt und schrie, daß er sich eine solche Zumutung verbitte. Einen tschechischen Kaninchenstall dürfe man natürlich ohne weiteres ausnehmen, aber die Vorratskam- mer eines Vorgesetzten sei etwas Heiliges, und ũberhaupt, was für Vorstellungen von Ordnung habe Klobocznik eigentlich?
Es kam zu einem richtigen Streit, der von Chabrun ge- Schlichtet werden mußte. Scelke legte dann das Kaninchen in Dünnbier ein. Das pringe, so erklärte er zuversichtlich, peinahe die gleiche Wirkung hervor wie Essig. Doch der Braten schien unter einem schlechten Stern zu stehen. Als wir ihn zwei Tage darauf probierten, schmeckte er bitter. Klobocznik gab Seelkes Dünnbierbeize die Schuld, aber Scelke parierte mit der Gegenbeschuldigung, daß Kloboc- ⁊nik das Tier falsch ausgenommen und dabei die Galle an- gestoßen haben müsse. Wieder gerieten sie sich in die Haare.
Gerade als der Wortwechsel seinen Hõhepunkt erreichte, kam Dietz, der Kasernendienst gehabt hatte, in die Stube. Ganz recht sov, rief er, dimmer hübsch einer dem andern in die Fresse gehauen. Das erhãlt jung und kräftig, und ge- rade das kõnnen wir brauchen.v Seine Stimme hatte einen erzwungen forschen Ton; in den vorstehenden Augen flackerte es. Da schaut euch mal das hier an!v
Er hieb einen Zettel auf den Tisch. Vor uns lag ein mit primitiven Mitteln hergestelltes Flugblatt in Deutsch und Tschechisch. Es schilderte die Zusammenstõße bei der ver- geblichen Suchaktion im Kohlengebiet. Auch die Schie- Berei, an der Dietz, Klobocznik und Seelke teilgenommen hatten, war erwähnt. Wir kennen die Täterv, hieß es am Schluß, csic werden der gerechten Strafe nicht entgehen.
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