Aber der Laden klappte nicht. Es wurde ⁊war jede Sied- lung, jede ersäufte Grube, jedes andere mõgliche Versteck eingekesselt und durchsucht, wobei wir stundenlang auf den heißen schwarzen Halden herumkrochen, aber als ge- gen Abend das Signal„Abgeblasen!“ gegeben wurde, stellte es sich heraus, daß in unserem Abschnitt die Suche erfolglos geblieben war.
Auf dem allgemeinen Sammelplatz erfuhren wir dann, daß die ganze Aktion ebenso ausgegangen war wie alle vorhergehenden. Man hatte die Attentãter nicht gefunden. Pafür war es in einigen Dörfern zu Zusammenstõßen mit der tschechischen Bevölkerung gekommen, die ihre Scha- denfreude nicht hatte unterdrũcken können.
Na sichste Sagte Klobocznik. ach hab's ja gleich ge- wußt. Wer nichts hat, kriegt auch nichts Rechtes, und muß noch Pankeschõn sagen für einen Tritt in den Arsch. Das ist mir von meinerm Stiefvater fest genug eingeblãut wor- den.v Er meldete sich dann aber doch mit, als knapp vor der Abfahrt eine Patrouille zusammengestellt wurde, die an einer nachträglichen Streife durch mehrere Weiler am Rande des bereits durchsuchten Gebiets teilnehmen sollte. Auch Seelke und Dietz taten mit.
Als die drei eine lange Weile nach uns anderen ins Quar- tier zurũckkamen, war ich schon am Finschlafen. Ich wurde erst wieder munter, als zwischen Seelke und Klobocznik eine Meinungsverschiedenheit darũber ausbrach, wie ein Kaninchen, das Klobocznik von der Streife mitgebracht hatte, zubereitet werden solle. Klobocznik verlangte, daß Scelke den Braten nach dem gepriesenen Rezept seiner mol- ligen Sãchsin, auf Wild einmache. Seelke wandte ein, daß man dazu Essig, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und andere Zutaten brauche, die er im Augenblick nicht heschaffen kõnne.
(Ach was, das organisieren wirv, rief Klobocznik, adu hast doch den Kaninchenstall im Handumdrehen aufge-
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