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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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für unsereins was hergibt, dann knausert er mit den Mär- kern, aber dafür ist er mit den Pfennigen großzügig.v Er lachte, daß ihm das Gebiß beinahe aus dem Mund rutschte und die Glatze ganz violett wurde.

Was dennꝰ, rief Dietz, halb gereizt und halb auftrump- fend, ain einem solchen Fall setzt es mindestens fünfund- zwanzig Mark für jeden. Pas ist doch klar. Und abgesehen davon, gibt es bei so'ner Gelegenheit natürlich Möglich- keiten... Mõglichkeiten. v Er zwinkerte mit jenem vielsa- genden Ausdruck, den er immer hatte, wenn er auf seine glänzenden Bezichungen und Zukunftsaussichten an- spielte.

Maurer bemerkte trocken: Tja, dann glückt's dir viel- leicht diesmal, und du wirst direkt zu Himmler versetzt.v

Laß nur gut seinv gab Dietz von oben her zurück,«dies- mal sind wir pei einer ganz großen Sache mit dabei. Und ich für meinen Teil bin schon zufrieden, wenn ich spãter meinen Kindern und Enkeln sagen kann: ich habe mitge- macht, als die Nattern zertreten wurden, die ihr Gift gegen eine Führergestalt von reinster, rassischster Prãgung ge- schleudert haben. Das ist Belohnung genug.»

(Na, heißt das jetzt, daß du auf deinen Anteil zu unse- ren Gunsten verzichtest?v fragte Klobocznik erwartungs- voll.

Mensch, so sichst du ausv warf Maurer hin, cund ũber- haupt geht's hier um lauter ungelegte Fier.v

Diet? bekam eine ganz weiße Nase. Wenn du damit meinst, daß es schief ausgehen wird...»

cIch meine gar nichtsv, unterbrach ihn Maurer, dund übrigens gibt's gar nichts auf der Welt, was nicht schief gehen könnte.v

Also diesmal jedenfalls klappt der Ladenv, wurde er von Dietz pelehrt. Umsonst sind nicht solche Vorbereitun- gen getroffen worden. Verlaß dich drauf. Diesmal klappt der Laden. v

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