sein Gewehr von der Schulter und penutzte den Kolben zum Pochen.
Piesmal wurde aufgemacht. Eine alte Frau mit entzün- deten Augen, ganz verkrümmt von der Sicht, erschien auf der Schwelle. Sie schüttelte den Kopf, als wir nach etwas Eßbarem fragten.
Dietz suchte seine paar tschechischen Brocken zusam- men: Khleba nema? Brot, hed»
Die Frau fuhr fort, mit dem Kopf zu schütteln. Ihr Ge- sicht war wie gefroren. Plõtzlich rolite eine bunte Glasku- gel über die Schwelle, gerade vor meine Füße. Gleich dar- auf kam ein Kind, ein Mãdchen, hinter dem weiten Rock der Frau hervor. Ich pückte mich nach der Kugel, um sie dem Kind zu reichen. Doch da Schrie die Frau zornig und erschreckt auf, riß das Mãdchen zurück und stieß es hinter sich in den Hausflur.
In der nãchsten Sekunde flog die Tür zu.
Nur mit Mühe konnte ich Dietz davon abhalten, sie ein- zurennen. Er schäumte. Als ich ihm gar vorschlug, das vierte Haus links liegen zu lassen und umzukehren, geriet er ganz außer sich. Nein, nein, jetæt ist der Ast abv, rief S cjetæt soll mich das Gesindel kennen lernen. vEr schwenkte sein Gewehr drohend gegen das vierte Haus.
Aber noch pevor wir ganz heran waren, ging das Tor auf. Ein hageres Männchen mit einem warzigen Gesicht kam zum Vorschein und hob den rechten Arm zum Deutschen Gruß.
Wir standen verblüfft still.
Indem fing das Männchen mit einer sonderpar hohen Stimme zu kichern an.«Heil Hitlerꝰ, meckerte es,«Heil Hihihiv. Seine Augen quollen hervor, Speichel floß ihm aus dem Mund. Kein Zweifel, wir hatten es mit einem Irren
zu tun. Dietz starrte mich, ich starrte Dietz an.
Von der Straße ertõnte ein Pfeifensignal. Dietz raffte ei- nen Erdklumpen vom Boden auf, schleuderte ihn gegen das Mãnnchen, dann machte er kehrt.
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