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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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waren von der gleichen Gattung). Klobocznik fõrderte einige Wurstzipfel zutage, die er gegen Tabak oder Ziga- retten abgab. Nur Klahde plich stumm und Sah verbiestert drein dals müßte er zum Lachen in den Keller gehnv, wie Klobocznik bemerkte.

Es gab einen Halt. Das Trommeln auf der Wagenplache verstummte. Im lichter werdenden Nebel zeichneten sich die Gehöfte eines Porfes ab. Klahde wurde nach vorn ge- rufen. Gleich darauf glitt Klopocznik vom Wagen hinun- ter. Nach einer Weile tauchte er wieder auf᷑ und berichtete, daß unsere Kolonne sich mit einer zweiten vereinigt habe: SS. von einem der Totenkopfverbãnde. Das Porf, vor dem wir hielten, liege ganz nahe pei Pilsen unser Ziel sei ver- mutlich die große Skoda- Kanonenfabrik, über der in der vergangenen Nacht englische Flieger Bompen und Flug- blãtter abgeworfen haben sollten.

Unteroffiæier Klahde kam zurũck, ließ uns absteigen. Der leere Wagen rasselte davon. Weiter vorn fuhr die Kolonne an. Wir blieben zurück.

Chabrun fragte: Was wird's geben, Hert Unteroffi- zier?»

Klahde zog die Achseln hoch und machte eine Geste, die Soviel wie Warten lv hieß.

Wir setzten uns auf᷑ die Schotterhaufen am Straßenrand. Seelke seufzte: Mensch, ist das ein Leben. v

Jemand rief: Ach, dir fehlt wohl der Milchkaffee, Klei- ner?... He, Klobo, du bist doch Budiker! Was ist mit dem Klubfrühstück ꝰv

Wird durch stramme Haltung ersetzt, du Schnõselꝰ, gab Klobocznik zurück.

Einige lachten, andere schimpften. Der Halt dehnte sich aus. Zwei oder drei Meldefahrer und ein Stabswagen ka- men vorbei, hielten, fuhren wieder weiter. Irgendwie sickerte durch, daß wir als Einsatzreserve an einer, Un- ternehmung S5* mitwirkten, an einer Strafexpedition

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