ken. Netter Käfer, he ↄvEr wies auf eines der Nacktphotos. So was kõnnen wir heute abend auch haben. Ich lade dich ein, Holler. Mein Alter hat mir zwarzig Mark geschickt; ich soll aus der Entfernung sein goldenes Jubiläum als Farbenstudent mitfeiern. Bamoser Finfall, was d... Ah, diese verdammten Borsten ly Er hatte sich wieder darange- macht, den aschblonden Haarschopf in der Mitte seines Sonst kurzgeschorenen Schãdels durch einen Scheitel zu tei- len, kam aber damit nicht zu Rande und begann ärgerlich in einem der Spindfächer herumzukramen. Während er eine Flasche mit Haarõl zutage fõrderte, fielen drei Bücher, die ich nie vorher bemerkt hatte, zu Boden. Sie sahen an- ders aus als die Parteibroschüren und Kriminalschmõker, die Dietz ab und zu las.
Ich hob sie auf. Es waren zwei Nietzschebãnde und eine Feldausgabe der Schriften von Houston Stewart Chamber- lain.
cJa, wir Deutschen sind immer noch das Volk der Den- ker und Dichterv, schnarrte Dietz, dauch als erwachte Na- tion, auch unter Waffen. Das sollen uns die andern mal nachmachen... Aber jetzt gib nur den ganzen Geistesla- den her, damit wir wegkommen.v
Es war ihm gelungen, sein widerspenstiges Haar mit Hil- fe des Gls zu bändigen. Er nahm mir die Bücher aus der Hand, warf sie zusammen mit der Bürste und dem Olflãsch- chen in den Spind. Dann faßte er mich unter.«Los v rief er, die blonde Bestie soll sich mal ausleben. Kompanie, ohne Tritt, marsch!v
Eigentlich hatte ich gar keine Lust, Dietz bei einem Streif- zug durch die Soldatenwirtschaften und Bordelle Geselſ Schaft zu leisten. Trotzdem ging ich mit.
Warum?
Ich wußte es nicht recht. Wahrscheinlich, um nicht als ein Schwächling oder Spielverderber dazustehen. Dann
66


