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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
Entstehung
Seite
52
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(Na, hör mal!lv DPas Gebiß geriet ihm ins Wackeln, und seine Stimme wurde hohl, cwas stellst du dir eigentlich vor dv

Gerda wiederholte trocken:«Abschieben! Abschieben, oder ich werde dienstlich...v

Wohl leicht irrsinnig geworden, hedv knurrte Klo- bocznik, zog sich aber vom Schalter zurück.

Das Mädchen schnitt eine Grimasse hinter ihm her. Dann drehte sie sich schnell zu mir hin und sprudelte l0s, bevor ich Zeit hatte, ein Wort zu sagen:«Ach, Ihr Paket. Nein, das haben wir noch nicht bekommen. Wenn Napf- kuchen von Muttern drin ist, kõnnen Sie sich schon jetzt nach einem Hammer zum Zerklopfen umschaun.»

(Danke. Ist nicht nõtig. Ich habe gute Zähne. v

Wirklichd» Gerda schaute mir auf den Mund. Ihre grauen Augen waren beschlagen. Sie warf den Kopf zu- rũck und brach in lautes Gelãchter aus. Wieder wurde ich an Anneliese erinnert; es gab mir ein unbehagliches Ge- fũhl. Was tat ich eigentlich noch hier? Ich wandte mich zum Gehen. Indem hörte Gerda zu lachen auf.«Na, nun läuft er einfach davonv, rief sie, adas ist mir ein Krieger.v

Ich z5gerte.«Ja, aber, wenn das Paket nicht da ist...v

Wenn das Paket nicht da ist... Das Paket, das Paket, äffte Gerda mir nach, anichts hat er im Kopfe, nur sein Paket. Na, ist gut, Sie können wegtreten, Oberschütze Holler, aber übermorgen melden Sie sich wieder hier, ver- standen? Und sie lachte von neuem los.

(Hast du aber Schwein, sagte Klobocznik, als wir die Post verlassen hatten,«Sack Zement. Das Mädel fliegt auf dich. Und dabei läßt sie sonst nur bessere Herren ran, vom Unteroffizier aufwãrts. Junge, Junge, wenn das der Pietz erfährt... der macht sich Hoffnungen auf den zweiten Platz hei dem Mãdchen... also wenn er das erfährt, kriegt er Gelbsucht. v

z.