mand ein Wort, außer zu den Krämern hier um die Ecke in Henry- Street oder High- Street, oder zu Mrs. Carpenter. Er wollte es offenbar so.
Ludwig war verwundert. Schließlich kam er darauf, daß Steiger- es gab kein anders Wort- es für unziemlich hielt, seinen Umgang zu teilen. Er hätte eine unstatthafte Gleichstellung darin erblickt. Dies gehörte zu seiner Fiktion, zu der Legende, an der er festhielt. Zu jener selben Haltung, mit der er aufstand, wenn Ludwig ins Zimmer trat, mit der er ihm seinen Sessel zurechtrückte, zu seiner Gesprächsform. Die Hoheitsbezeichnung zwar erlaubte er sich selten mehr, sie erschien wohl auch ihm bei diesem bescheidenen Zusammenhausen absurd. Aber er vermied és nach Möglichkeit, Ludwig direkt anzureden, und verlor sich, um dem ,, Sie" auszuweichen, in eigentümliche Konstruktionen. Mehr und mehr verspann er sich wieder in seine historisch- dynastische Traumwelt. Seine Lektüre war ausschließlich von dieser Art. Was immer die Leihbibliothek zur Geschichte des Coburgischen Hauses und der verwandten sächsichen Linien zu bieten hatte, er fand es heraus. Ludwig sah die Memoiren des Herzogs Ernst in seiner Hand, die Werke von Grey und von Martin, die Staatsdepeschen der Königin Victoria . Und er ließ ihn in seiner Welt.
Auch er selber hatte sich spezialisiert. Die Vorbereitung seiner Lektionen, erst nur Notwendigkeit, fing an ihm Freude zu machen, ihn bis zur Passion
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