Carpenter hörte, wäre der Gedanke gekommen, daß Percy auf dem dortigen Postamt damit beschäftigt war, neuseeländische Briefmarken abzustempeln. Ein verzehrender Snobismus schien ihr Laster zu sein, im übrigen wirkte sie gutmütig. Jedenfalls beschloß Ludwig, seinen genauen Namen vor ihr geheimzuhalten, und er beschwor auch Steiger in diesem Sinn. Es zog in dem Mietszimmer, wie es überall in England zieht, aber durch Verstopfen der Ritzen ließ sich dem abhelfen. Die Möbel hinkten etwas, der Teppich war zackig geflickt, und die Rosentapete zeigte bräunliche Flecken. Trotzdem überschritt die Unwohnlichkeit nicht ein ertragbares Maß. Ein alkovenartiges Nebengelaß war vorhanden, darin das zweite Bett seinen Platz fand, und ihm wiederum war ein winziges Räumchen angegliedert, eine Art Schrankküche oder Küchenschrank, mit einem Gasherdchen.
,, Hier werde ich für uns kochen," sagte Steiger. ,, Können Sie denn?"
Er nickte freudig.
Es stellte sich heraus, daß Steiger schon in Camburg , als wohlbezahlter Professor, seine Mahlzeiten ungern im Gasthaus genommen hatte. Es gab gewisse, bescheiden raffinierte Gerichte, auf die er sich etwas zu gute tat. Mit einem Erröten, als handle es sich um Verbotenes, erzählte er Ludwig davon. Und die ersten Proben seiner Kunst waren erstaunlich befriedigend.
Er legte bei den häuslichen Verrichtungen, die er
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