den Äpfeln waren in zwei Ecken der Auslage billige Suitcases aufgestaffelt, obwohl der Zustrom von Reisenden, die sich gerade hier equipieren wollten, unmöglich beträchtlich sein konnte.
Im ersten Stock hingegen tagte die ,, Gesellschaft für psychische Forschung". Zwei alterslose Damen mit stets unordentlicher und gleichsam staubiger Frisur, veranstalteten hier Séancen, an denen teilzunehmen jedem freistand, der zwei Schilling bezahlte. Die Abende waren besucht, der Verkehr mit der Geisterwelt augenscheinlich von Vorteil. Ludwig und Steiin ihrem Oberstock vernahmen durch den Fußboden hindurch dumpfes Chorgemurmel und mitunter, jedoch höchstens dreimal im Verlauf der selben Sitzung, einen ekstatischen Gruppenaufschrei.
ger
Mrs. Carpenter, ihre Hauswirtin, war eine rundliche Halbdame, die das Geschäft des Zimmervermietens mit melancholischer Geringschätzung betrieb. Sie hatte lange Jahre ihres Lebens in Indien verbracht, wo ihr verstorbener Mann im Civildienst beschäftigt gewesen war, ihren Andeutungen nach in einer Stellung, die der des Vizekönigs sehr wenig nachgab. Seine Photographie, die zwischen ,, Tadj Mahal bei Mondlicht" und einem ,, Tod Nelsons" in ihrer Wohnstube hing, ließ eher einen Kassenboten oder Gerichtsschreiber vermuten. Auch um ihren einzigen Sohn Percy und seine Tätigkeit im britischen Kolonialdienst breitete sie einen diamantenen Schimmer. Invercargill hieß seine Station, und niemand, der Mrs. 286


