schon im belgischen Hafen zu sprechen und mit seiner Genehmigung an Bord zu gehen.
Nur völlige Aufrichtigkeit konnte helfen. Unwahrscheinlich sogar, daß sie half. Aber das Schlimmste was man riskierte, war ein einfaches Nein. Dann stand man, wo man ohnedies stand. Allerdings, man stand vor dem Nichts. Der Schlaf kam spät zu Ludwig in dem schmalen, höckerigen Bett des Hôtels Josaphat. Ihr Geld ging zur Neige. Kaum würde es ausreichen, um Arzt und Reise zu zahlen. Wieder dachte Ludwig an seinen Smaragd . Aber Steiger protestierte. Dynastisches Erbgut in Händlerhände verschleudert zu sehen, widerstand zu sehr seiner Denkart. Dieser Smaragd der Maria da Gloria werde noch von äußerster Wichtigkeit für sie werden, er fühle es deutlich, er flehe Ludwig an, sich von ihm nicht zu trennen. Sein Gesicht dabei war beinahe seherisch verzückt, und Ludwig lachte ihn aus. Aber eigentlich war er ganz einverstanden und im geheimen erleichtert. Gut, er würde den Stein nicht verkaufen. Aber was dann? Er sei neugierig, was Steiger ihm raten werde.
Steiger konnte nichts raten. Aber er war voller Zuversicht. Es ging ihm besser, und Doktor Bruneel hatte einen ersten Ausgang erlaubt.
Der folgende Tag war ein klarer Januartag. ,, Ich werde mich für uns beide rasieren," sagte Ludwig, ,, Ihnen steht Ihr Renaissancebart zunächst noch ganz gut." Und er suchte in der Tasche aus Segeltuch nach einer Klinge für seinen Apparat.
252


